Die Kreisgruppe Altenkirchen stellt sich vor

Das Zuständigkeitsgebiet der Kreisgruppe Altenkirchen im Landesjagdverband Rheinland Pfalz e.V. entspricht dem des gleichnamigen Landkreises. Die Fläche des Landkreises beträgt 64200 ha, davon sind 32000 ha bewaldet. Die jagdlichen Möglichkeiten sind in diesem waldreichen Kreisgebiet vielfältig. Es gibt aktuell 167 Jagdbezirke im Kreis.

Schwarzwild und Rehwild kommen in allen Revieren vor. In einigen Bereichen ist auch Rotwild heimisch. (Bis vor ca. 15 Jahren gab es im Wildenburger Land gute Muffel- und Damwild Vorkommen, die jedoch heute nicht mehr existieren). Lesen Sie hier weiter!

Brauchbarkeitsprüfung 2017

Am 14. Oktober 2017 findet für den Bereich der Kreisgruppe Altenkirchen eine Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde gemäß § 36 LJagdG statt. Treffpunkt ist um 9.oo Uhr im  Hotel „Hubertushöhe“ , Raiffeisenstr. 1, 57632 Schürdt.
 
Für die Prüfung werden Jagdhunde gemäß § 2 Brauchbarkeitsprüfungsordnung zugelassen, deren Führerin oder Führer einen  gültigen Jagdschein besitzen. Die Hunde müssen durch  eine Täto- oder Chip Nummer eindeutig identifizierbar sein und einen gültigen Tollwutimpf- schutz  nachweisen. Es ist anzugeben, ob die Prüfung im Hinblick auf die Brauchbarkeit ohne Einschränkung  oder auf die Brauchbarkeit für die Nachsuche abgelegt werden soll.  Die Prüfungsgebühr beträgt 60,00 € für LJV Mitglieder, die nicht an unserem Lehrgang zur Vorbereitung auf die Brauchbarkeitsprüfung teilgenommen haben, 80,00 € für  Nichtmitglieder und ist auf das Konto der Kreisgruppe (DE 61 5739 1800 0069 0004 01) zu überweisen.
 
Die Teilnehmerzahl für die Brauchbarkeitsprüfung ist auf 12 Hunde begrenzt. Mitglieder unserer Kreisgruppe haben Vorrang.  
 
Die Meldung  ist auf dem LJV Anmeldeformular zur Brauchbarkeitsprüfung   (ljv-rlp.de/service) zu richten an den Prüfungsleiter Alois Trapp (alois.trapp@gothaer.de). Telefon 02683-939596. Nennschluss ist der 10. Oktober 2017.  
 
Alois Trapp Kreisgruppenvorsitzender

Jägerprüfung 2017

17 Anwärter bestehen die Jägerprüfung

Ein ganzes Jahr lang hatten sich die 21 Anwärter intensiv vorbereitet und trafen sich an diesem Tag zum dritten und letzten Prüfungsteil, der mündlich-praktischen Prüfung, im Haus Marienberge in Elkhausen. Unmittelbar im Anschluss an die Prüfung konnten am 23. Mai 2017 die Prüfungszeugnisse und Jägerbriefe an 13 Männer und 4 Frauen ausgehändigt werden, die in der Kreisgruppe Altenkirchen im Landesjagdverband Rheinland-Pfalz die einjährige Ausbildung bei den Mentoren absolviert hatten.

Aus den Händen des Kreisjagdmeisters Franz Kick und des Landrates des Kreises Altenkirchen Michael Lieber, nahmen die erfolgreichen Anwärter Zeugnis und Brief entgegen. Der Kreisjagdmeister, zugleich Vorsitzender der Prüfungskommission, betonte in seiner kurzen Ansprache einmal mehr den Stellenwert der Jägerprüfung als das „Grüne Abitur“, für das, wegen dem umfangreichen und anspruchsvollen Lernstoff, ein gewisses Maß an Vorbereitung nötig sei. Landrat Lieber gratulierte den Absolventen und bedankte sich bei den Mentoren und der Prüfungskommission für die geleistete Arbeit. Der stellvertretende Vorsitzende der Kreisgruppe Altenkirchen Frank Fischer gratulierte allen herzlich und wies in seinen Glückwünschen auf die hohe Verantwortung des Jägers bei Jagd und Hege hin. Zu den ersten Gratulanten gehörte auch der Stellvertretende Kreisjagdmeister Jörg Wirths und die Vertreterin der Unteren Jagdbehörde Sabine Eichelhardt.

Die beste Prüfung (Notendurchschnitt 1,4) legte Peter Langenbach aus Wallmenroth ab, gleichzeitig mit 61 Jahren auch der älteste Teilnehmer. Der Jüngste, mit gerade mal 16 Jahren war Andre´ Krämer aus Seelbach.

Musikalisch feierlich umrahmt wurde die Übergabe durch die „Jagdhornbläsergruppe Alsdorf Hachenburg“. Hornmeister Dr. Uwe Weller ergriff die Gelegenheit, für die jagdliche Tradition des Jagdhornblasens zu werben. Um möglichst viele Jäger in diese besondere Art der Brauchtumspflege einzubinden, soll es neue attraktive Angebote geben. Jeder Absolvent erhielt eine CD des mehrmaligen Bundes- und Landessieger „Jagdhornbläsergruppe Alsdorf Hachenburg“ und ein kleines Heft mit einer Anleitung zum Jagdhornblasen.

Zum Abschluss saßen alle noch gemütlich zusammen bei Würstchen und Steaks vom Grill, die Wolfgang Klein und Stephan Schnura vorbereitet hatten.

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Foto: Julia Heinz

Erfolgreich bestanden haben die Prüfung:

Cornelia Barth, Waldbröl

Udo Blickhäuser, Katzwinkel

Andre Bohnet, Pracht

Martin Bohnet, Forst

Kirsten Henk-Schroer, Morsbach

Rene Keilwagen, Kroppach

Andre´Krämer, Seelbach

Peter Langenbach, Wallmenroth

Michael Lutz, Morsbach

Judith Mertens, Niederfischbach

Jeanette Ockenfels, Flammersfeld

Martin Ockenfels, Flammersfeld

Felix Reifenrath, Birken-Honigsessen

Bernd Schmitz, Kettenhausen

Dirk Schneider, Nauroth

David Helmut Schumacher, Wallmenroth

Ruben Velten, Michelbach

Carmen Eckardt Schriftführerin

Vogelgrippe-Fälle in Koblenz und am Laacher See bestätigt

Die Verdachtsfälle der Vogelgrippe in Rheinland-Pfalz haben sich bestätigt. Das teilte Umweltministerin Ulrike Höfken heute mit. Das Landesuntersuchungsamt hatte bei verendeten Wildvögeln in Koblenz und am Laacher See das Geflügelpest-Virus H5N8 nachgewiesen. Weitere Untersuchungen des Friedrich-Loeffler-Instituts ergaben jetzt, dass es sich um die hochansteckende Variante von H5N8 handelt.

Höfken: „Es war zu erwarten, dass die Geflügelpest auch Wildvögel in Rheinland-Pfalz erreicht. Wir haben daher bereits im November die Kreise aufgefordert, die Aufstallung in Risikogebieten anzuordnen. Jetzt gilt es vor allem mit den Maßnahmen in den betroffenen Kreisen die Nutzgeflügelbestände im Land zu schützen.“

Im betroffenen Kreis Mayen-Koblenz besteht bereits seit Mitte November Stallpflicht für den gesamten Landkreis. Diese bleibt weiter bestehen. Auch im Kreis Ahrweiler gilt bis Ende Februar kreisweit eine Stallpflicht für Hühner, Gänse, Puten und weiteres Geflügel. Am Laacher See richtet der Kreis außerdem Restriktionsgebiete ein, mit Untersuchungspflichten und Handelseinschränkungen für Nutzgeflügel.

Eine kreisweite Stallpflicht galt bislang nur in den Kreisen Mayen-Koblenz, Germersheim und Mainz-Bingen. Nun wird neben Ahrweiler auch die Kreisverwaltung Neuwied vorsorglich die Stallpflicht auf den gesamten Kreis ausweiten. Die Kreise Alzey-Worms, Cochem-Zell, Westerwald sowie der Rhein-Pfalz-Kreis haben die Aufstallung in einzelnen Risikogebieten angeordnet.

Um die Übertragung der Vogelgrippe zwischen Wildvögeln und Nutzgeflügel zu verhindern, weist Umweltministerin Ulrike Höfken erneut darauf hin, dass alle Geflügelhalter die bundesweit verordneten Hygienemaßnahmen zur Biosicherheit unbedingt einhalten müssen. Wer einen toten Wildvogel entdeckt, sollte das Tier nicht anfassen, sondern der Kreisverwaltung melden, so die Ministerin.

 

Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz


Hier finden Sie den Link zur Pressemeldung auf der Homepage des Ministeriums: https://mueef.rlp.de/de/pressemeldungen/detail/news/detail/News/vogelgrippe-faelle-in-koblenz-und-am-laacher-see-bestaetigt-1/

Bericht zur Jahreshauptversammlung 2017

Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe Altenkirchen

Die diesjährige Jahreshauptversammlung fand im voll besetzten Barbarasaal der Stadthalle in Betzdorf statt. Nach den Grussworten des Kreisbeigeordneten Günter Knautz, des Vorsitzenden des Kreisbauernverbandes Georg Gross und des Vizepräsidenten des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz Kurt Schüler, konnte der Kreisgruppenvorsitzende Alois Trapp den Wildmeister Peter Markett begrüßen. Dessen Vortrag zum Thema „Zeitgemäßer Umgang mit unserem Schwarzwild“ stieß bei allen Anwesenden auf großes Interesse. Es folgte der ausführliche Jahresbericht des Vorsitzenden und die Kurzberichte der Obleute, ebenso wie der Kassenbericht, der Bericht der Kassenprüfer und die einstimmige Entlastung des Vorstandes. Kreisjagdmeister Franz Kick widmete sich in seinem Beitrag dem Zahlenwerk über die Jagdstrecken der verschiedenen jagdbaren Wildarten des vergangenen Jagdjahres und schwerpunktmäßig ebenfalls der Schwarzwildbejagung.

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Rainer Walkenbach, ehemals Sachbearbeiter bei der Unteren Jagdbehörde der Kreisverwaltung Altenkirchen, wurde von Alois Trapp und der Versammlung mit großem Applaus in den Ruhestand verabschiedet. Trapp fand in seiner Laudatio viele lobende Worte über die jahrelange sehr gute und kooperative Zusammenarbeit der Kreisgruppe mit Rainer Walkenbach. Seine Nachfolgerin, Sabine Eichelhardt, stellte sich anschließend den Versammlungsteilnehmern persönlich kurz vor.

Ehrungen anlässlich der Jahreshauptversammlung:

für 40-jährige Mitgliedschaft des deutschen Jagdschutzverbandes

Ralf Helsper (Herdorf)

Günter Pauli (Gebhardtshain)

Werner Röhmig (Neunkirchen)

Günter Roth (Dadden)

Erwin Solbach (Niederfischbach)

Lothar Ungeheuer (Brachbach)

Lothar Unger (Leuzbach)

für 50-jährige Mitgliedschaft des deutschen Jagdschutzverbandes

Günther Stöber (Oberirsen)

für 60-jährige Mitgliedschaft des deutschen Jagdschutzverbandes

Kurt Heer (Roth)

Wolfgang Pfeiffer (Daaden)

Treuenadel des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz in Gold

Hans-Peter Halbe (Freusburg)

Ehrenurkunde des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz für 50 Jahre

Jagdhornblasen und Pflege des jagdlichen Brauchtums

Hans Drum (Mammelzen)

Handlungsprogramm zur Reduzierung überhöhter Schwarzwildbestände und zur Absenkung des Risikos einer Ausbreitung von Tierseuchen für das Jagdjahr 2017/2018

Handlungsprogramm
 
zur Reduzierung überhöhter Schwarzwildbestände und zur Absenkung des Risikos einer Ausbreitung von Tierseuchen für das Jagdjahr 2017/2018
 
 
Gemeinsame Bejagungsempfehlungen und Maßnahmen des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten, des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz e. V., der Interessengemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer im Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e. V., der Fachgruppe Jagdgenossenschaften im Bauern- und Winzerverband RheinlandPfalz-Süd e. V., des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz e. V., des Ökologischen Jagdverbandes Rheinland-Pfalz e. V. und des Landesverbandes der Berufsjäger Rheinland-Pfalz/Saarland e. V.
 
Seit Anfang der 1980-er Jahre stiegen die Schwarzwildpopulation sowie die Jagdstrecke dieser Wildart enorm an. Damit einhergehend waren und sind zum Teil sehr hohe Wildschäden in der Landwirtschaft und im Weinbau zu beklagen. Hinzu kommen die Wildseuchenproblematik und die gestiegenen Verkehrsunfallzahlen.

Gerade hinsichtlich der in Osteuropa vorkommenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist festzuhalten, dass flächendeckend Wildschweinpopulationen mit hohen Tierdichten vom Baltikum bis nach Deutschland bestehen. Eingeschleppt in nicht infizierte Gebiete besteht die Gefahr, dass sich die ASP dort mit der Tendenz der weiteren Ausbreitung dauerhaft festsetzen wird. Die Folgen sind schwerwiegende Restriktionen für schweinehaltende Betriebe und Jagende. Eine Impfung gegen ASP ist derzeit nicht möglich.
Die Schwarzwildbestände sind daher auf eine den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepasste Bestandsdichte zu bringen, um insbesondere

• Schwarzwildschäden in der Landwirtschaft und im Weinbau zu verringern,

• das Risiko einer Ausbreitung von infektiösen Tierseuchen abzusenken,

• Gefahren durch Verkehrsunfälle mit Schwarzwildbeteiligung zu mindern sowie

• dem zunehmenden Vorkommen von Schwarzwild in städtischen Bereichen entgegenzuwirken.

Der Landesgesetzgeber von Rheinland-Pfalz hat hierzu im Jahr 2010 bei der umfassenden Novellierung des Landesjagdgesetzes (LJG) das Schwarzwild erstmals mit in die gesetzliche Abschussregelung einbezogen. Seither sollen gemäß § 31 Abs. 2 Satz 2 LJG Abschussvereinbarung und Abschusszielsetzung auch Regelungen über den Abschuss von Schwarzwild enthalten.

Darüber hinaus wurden im Jahr 2013 durch die Landesjagdverordnung (LJVO) die Jagdzeiten neu bestimmt und festgelegt, dass Schwarzwild grundsätzlich ganzjährig bejagt werden darf. Davon ausgenommen sind lediglich die bis zum Selbständigwerden der Jungtiere die für die Aufzucht notwendigen Elterntiere, mithin Bachen, soweit sie abhängige Frischlinge führen.

Gesetz- und Verordnungsgeber haben somit für die Jägerschaft weitest gehende Möglichkeiten geschaffen, den notwendigen Verminderungsabschuss durchführen zu können, ohne die dabei erforderlichen tierschutzrechtlichen Aspekte zu vernachlässigen.

Obwohl die zuständigen Behörden die jagd- sowie die tierseuchenrechtlichen Vorschriften konsequent anwenden und deren Einhaltung kontrollieren, belegen die Jagdstrecken zwar einerseits das große Engagement der Jägerinnen und Jäger, zeigen aber andererseits auch, dass bislang keine nachhaltige Trendwende der Entwicklung herbeigeführt werden konnte.

Dies legt den Schluss nahe, dass die seit dem Ausbruch der Klassischen Schweinepest bei frei lebendem Schwarzwild im Jahr 1999 herausgegebenen und jährlich gemeinsam überarbeiteten Empfehlungen zur Reduktion überhöhter Schwarzwildbestände bislang in der Fläche noch nicht ausreichend umgesetzt worden sind.

Die Unterzeichnenden dieses Handlungsprogramms sind jedoch einvernehmlich der Überzeugung, dass ein wesentlicher Schlüssel zur Lösung der Schwarzwildproblematik im gemeinsamen Engagement der Akteure vor Ort unter Berücksichtigung der jeweiligen regionalen Verhältnisse liegt.
Aus diesem Grund sollen auf örtlicher Ebene unter Beteiligung der wichtigsten Interessenvertreter (insbes. Jägerschaft, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Jagdrechtsinhaber, Behörden), „Runde Tische Schwarzwild“ etabliert werden. Ziel ist die situationsbedingte Bildung von „Aktionsgemeinschaften Schwarzwild“. Dabei sind alle Verantwortlichen vor Ort unter Initiative der Kreisjagdmeisterin oder des Kreisjagdmeisters aufgefordert, Lösungen zu erarbeiten. Insbesondere sollen nachfolgende Punkte erörtert und berücksichtigt werden:

  1. Der Schwarzwildbestand ist in allen Landesteilen von Rheinland-Pfalz deutlich zu verringern.
  2. Das Schwarzwild muss weiterhin ganzjährig intensiv bejagt werden. Hierzu sind die Jagdausübungsberechtigten, die Jagdrechtsinhaber und die zuständigen Jagdbehörden aufgefordert, alle jagdpraktischen und rechtlichen Möglichkeiten zur Optimierung der Schwarzwildbejagung auszuschöpfen. Die Jagdausübungsberechtigten in den staatlichen Regiejagden nehmen ihre Vorbildfunktion wahr.
  3. Die Höhe des Abschusses der Zuwachsträger (weibliche Stücke) ist deutlich zu steigern. Bachen, die noch erkennbar abhängige Frischlinge führen, sind zu schonen. Bei sich bietender Auswahlmöglichkeit gilt jedoch weiterhin die Regel „jung vor alt“.
  4. Frischlinge sind umfassend und unabhängig von ihrer Verwertbarkeit zu bejagen.
  5. Neben evtl. jagdbezirksspezifischen Vorgaben sollen die abzuschließenden Abschussvereinbarungen/Abschusszielsetzungen für Schwarzwild diese Bejagungsempfehlungen, insbesondere die Durchführung von Bewegungsjagden und ggf. konkret überprüfbare Abschusszahlen, zum Inhalt haben.
  6. Jegliche Beschränkungen der Jagdausübung auf Schwarzwild durch Gewichts- oder Altersvorgaben erschweren den erforderlichen Reduktionsabschuss und sind zu unterlassen.
  7. Großräumige, revierübergreifende Bewegungsjagden gelten als besonders effektive Form der Schwarzwildbejagung und sind vermehrt durchzuführen. Für die Schwarzwildbejagung sind Schützen notwendig, die ihre Schießfertigkeit hinreichend trainiert haben. Im Hinblick auf die Verkehrssicherungspflicht der Jagdausübungsberechtigten soll auf eine kostengünstige Genehmigungs- und Beschilderungspraxis hingearbeitet werden.
  8. Da bei Bewegungsjagden auf Schwarzwild brauchbare Jagdhunde zwingend erforderlich sind, sollen gut ausgebildete Jagdhunde in ausreichender Anzahl verfügbar sein bzw. gefördert werden. Benachbarte Jagdausübungsberechtigte sollen sich hinsichtlich der bei Drückjagden über Jagdbezirksgrenzen hinaus jagende Hunde verständigen (z. B. im Rahmen der Wildfolgevereinbarungen). Jedem kommunalen Satzungsgeber steht es im Rahmen seines politischen Ermessens frei, eine Steuervergünstigung / -befreiung für die Haltung von brauchbaren Jagdhunden in der örtlichen Satzung zur Erhebung der Hundesteuer vorzusehen.
  9. In den Vollmondphasen und bei Schneelage sollen Gemeinschaftsansitzjagden auf Schwarzwild durchgeführt werden, nach Möglichkeit revierübergreifend.
  10. Der künstliche Futtereintrag ist zu minimieren. Jäger, Grundeigentümer, Landnutzer und Jagdbehörden sollen Verstößen gegen die Fütterungs- und Kirrungsbestimmungen entschieden entgegentreten. Im Rahmen ihrer dienstlichen Verpflichtung sind Forstbeamte verpflichtet, ordnungswidriges Verhalten anzuzeigen.
  11. Die Lockwirkung von Kirrmitteln ist insbesondere in Mastjahren mit hohem natürlichem Futterangebot sehr begrenzt und demzufolge ist die Erfolgswirksamkeit der Kirrjagd sehr eingeschränkt. In diesen Zeiträumen ist die Bejagung verstärkt auf andere Bejagungsweisen (siehe Punkte 7 und 9) zu stützen.
  12. Die Jagdausübungsberechtigten sollen revierlose Jägerinnen und Jäger am Abschuss von Schwarzwild beteiligen. Der Landesjagdverband wird gebeten, seine Mitglieder hierzu nochmals aufzufordern.
  13. Für die Erlegung von Schwarzwild werden in der staatlichen Regiejagd keine Jagdbetriebskostenbeiträge erhoben.
  14. Die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe werden gebeten, die Jagdausübungsberechtigten bei der Bejagung durch Verbesserung der jagdlichen Infrastruktur (Schussschneisen, Hochsitze etc.) zu unterstützen. Deshalb werden die Bauern- und Winzerverbände gebeten, ihre Mitglieder aufzufordern, aktiv das Gespräch zur Verbesserung der jagdlichen Infrastruktur mit den Jagdausübungsberechtigten zu suchen. Die Unterzeichner setzen sich dafür ein, dass die Förderrichtlinien in Bezug auf die Anlage von Schussschneisen auf landwirtschaftlichen Flächen praxisgerechter ausgestaltet werden. 
  15. Die Möglichkeiten der Gebührengestaltung für die Trichinenbeschau beim Schwarzwild, insbesondere mit dem Ziel einer Gebührenreduzierung bei Frischlingen, sollen voll ausgeschöpft werden.
  16. Um eine Ausbreitung zu verhindern, müssen Tierseuchen früh erkannt werden. Hierzu ist Wachsamkeit im Revier erforderlich. Insbesondere zur Früherkennung der Schweinepest sind daher weiterhin von jedem krank erlegten Stück sowie von jedem Stück Fallwild Proben zur Untersuchung zu entnehmen (Blut- und Milzprobe).   

 
 
Dr. Birgit Straubinger Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Oberste Veterinärbehörde

Dr. Jens Jacob Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Oberste Jagdbehörde

Kurt Alexander Michael Präsident des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz e. V.

Heribert Metternich Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer im  Bauern- und Winzerverband RheinlandNassau e. V.

Uwe Bißbort Vorsitzender der Fachgruppe Jagdgenossenschaften im Bauern- und Winzerverband RheinlandPfalz-Süd e. V.

Winfried Manns Verbandsdirektor und geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz e. V.

Thomas Boschen Vorsitzender des Ökologischen Jagdverbandes Rheinland-Pfalz e. V.

Peter Juretzki Vorsitzender des Landesverbandes der Berufsjäger Rheinland-Pfalz/Saarland e. V.

Anzahl weiblicher Jäger im Kreis nimmt zu

frauen

 

Klicken auf das Bild - dann öffnet sich der Artikel der Rhein-Zeitung -Ausgabe vom 08. August 2016

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2017

Die diesjährige Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe Altenkirchen e.V. findet am Freitag, dem 05. Mai 2017 um 19:00 im "Barbara Saal" der Stadthalle Betzdorf,
Hellerstraße 30,
57518 Betzdorf statt.

Hierzu sind alle Mitglieder herzlich eingeladen.

Tagesordnung:

  1. Begrüßung durch den Kreigruppenvorsitzenden
  2. Grußworte der Gäste
  3. Totenehrung
  4. Vortrag von Wildmeister Peter Markett
    Thema: Zeitgemäßer Umgang mit unserem Schwarzwild
  5. Jahresbericht des Kreisgruppenvorsitzenden
  6. Kurzberichte der Obleute
    • Schießwesen
    • Jagdliches Brauchtum
    • Junge Jäger
    • Natur- und Umweltschutz
    • Wildbretbeauftragter
  7. Kassenbericht des Schatzmeisters
  8. Prüfungsbericht der Kassenprüfer
  9. Entlastung des Vorstandes
  10. Bericht des Kreisjagdmeisters über das Jagdjahr 2016/2017
  11. Verabschiedung Rainer Walkenbach
  12. Vorstellung der neuen Sachbearbeiterin Untere Jagdbehörde der Kreisverwaltung Altenkirchen, Frau Sabine Eichelhardt
  13. Ehrungen
  14. Verschiedenes

Alois Trapp
Kreisgruppenvorsitzender

Freundschaftsschießen der Kreisgruppe Altenkirchen

Fotolia 46599116 SHerzliche Einladung zum Freundschaftsschießen der Kreisgruppe Altenkirchen

Am Samstag dem 20.08.2016 findet ein Freundschaftsschießen für alle Mitglieder der Kreisgruppe am Schießstand im Johannistal in Altenkirchen statt.

Eine Anmeldung ist nicht nötig, Standgebühren werden nicht erhoben. Eigene Waffen und Munition, ausgenommen Flintenmunition, können mitgebracht werden. Am Schießstand sind die kreisgruppeneigenen Standwaffen und entsprechende Munition vorhanden. Diese Munition muss erworben werden.

Der Schießnachweis für Bewegungsjagden, die Keilernadel und der Schuss auf die Ehrenscheibe sind an diesem Tag möglich.

Von 09:00 bis 12:00 und von 14:00 bis 17:00 wird geschossen. Das Schiessen auf die Ehrenscheibe findet um 11:30 und um 16:30 statt.


Mittagspause mit Grillen ist von 12:00 bis 14:00. Für das leibliche Wohl ist mit gekühlten Getränken, deftigen Steaks und Wurst frisch von Holzkohlegrill, auf das Beste gesorgt.


Der Vorstand der Kreisgruppe Altenkirchen lädt alle Mitglieder ganz herzlich ein.

Weitere Beiträge ...

  1. Registereintrag der Kreisgruppe vollzogen
  2. Wildschweine können Träger des Hepatitis E-Virus (HEV) sein.
  3. Mit Jagdhund Anton geht es auf die Pirsch - Artikel der RheinZeitung
  4. Jagderlebnistag 2016
  5. 22 Anwärter legten grünes Abitur ab
  6. Wolf im Westerwald durch DNA-Spuren nachgewiesen
  7. Ehrungen anlässlich der Jahreshauptversammlung 2016
  8. Kreisjagdmeister verabschiedet: 25 Jahre im Dienste der Jagd!
  9. Franz Kick neuer Kreisjagdmeister
  10. Landesehrennadel für Rehard
  11. Dankeschön–Essen
  12. Blaue Reflektoren sollen Wildunfälle im Kreisgebiet verringern
  13. Gratulation zum erneuten Bundessieg!
  14. Jägerprüfung 2015 – Grünes Abitur bestanden
  15. Landesjägertag Rheinland Pfalz! -Pressestimmen
  16. Landesjägertag Rheinland Pfalz! -Pressestimmen
  17. Infotag Jagd 24. April 2015
  18. Landesjägertag Rheinland Pfalz 2015
  19. Infotag Jagd 24. April 2015
  20. Einladung zur Jahreshauptversammlung 2015
  21. Jahreshauptversammlung KG AK
  22. Anschussseminar 2015 für Jagdscheinanwärter
  23. Hasenpest in Rheinland-Pfalz festgestellt:
  24. „100-Tonnen-Konzept"
  25. Afrikanische Schweinepest (ASP) - Handlungsprogramm
  26. Jägerprüfung 2014 – "Grünes Abitur" bestanden
  27. Jagderlebnistag 2014
  28. Waldbau-Seminar für Jagdscheinanwärter
  29. Jäger-Vorstand einstimmig im Amt bestätigt
  30. Anschuss Seminar 2014
  31. Entsorgung von Wildtierabfällen
  32. Neue CD - Parforcehorn - Wir lieben ES
  33. offener Brief - Gedanken zu Wald, Wild und Jagd
  34. Bläsergruppe Alsdorf-Hachenburg Landesmeister 2013
  35. Landesbläserwettbewerb in Neuwied am 16. Juni 2013
  36. Zulassung für bleifreie Geschosse ab 1. Juli 2013
  37. Jagderlebnistag 2013 - Resonanz
  38. Jäger übertrafen die Frauenquote
  39. Sinne schärfen für Wild und Wald - der Jagderlebnistag
  40. Landrat führte Kreisjagdmeister ein
  41. Bauern wollen Jägern beistehen
  42. Schießevent 15. Juni 2013
  43. Ewald Schnug verstorben
  44. Spende an Krambambulli Jagdhundhilfe e.V.
  45. Wahl des Kreisjagdmeisters und seines Stellvertreters
  46. Alois Trapp wird 60
  47. 10 gute Gründe warum wir Jäger sind
  48. Protestaktion 1000 Hörner
  49. Eisern gegen die Schweinepest
  50. Fragen an 2000 Wildschweine
  51. Aufhebung des Gefährdeten Bezirks und sofortiges Ende der Restriktionen hinsichtlich des Schwarzwildes !
  52. Dankfete mit Meister und Königin
  53. Bundessieger 2012 der Köngsklasse in Es – Jagdhornbläsergruppe Alsdorf - Hachenburg
  54. Jägerprüfung 2012 bestanden
  55. Wildtiere schonen - von innen nach außen mähen!
  56. Anschussseminar in Mammelzen
  57. Viel Ermutigung für heimische Jäger
  58. Waschbären in Rheinland Pfalz?
  59. Sturm von vorn für Jagd und Jäger
  60. Jahreshauptversammlung 2010/2011
  61. Kreisgruppe der Jäger wählte in Harmonie 2009/2010
  62. Kreisheimattag Betzdorf 2011

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