Wildpflanzen zur Energiegewinnung – den Wildtieren zu liebe

Für das Jungwild sind die kommenden Wochen die gefährlichsten des ganzen Jahres. In der noch kahlen Landschaft sind sie ein leichtes Opfer für Raubtiere und Nesträuber. Wildpflanzen könnten den „Youngsters" das Leben retten.

„Wildpflanzen sind die Alternative zu Mais als Energiepflanze", betont Kurt Alexander Michael, Präsident des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz e.V. (LJV). „Vor allem zu dieser Jahreszeit bieten die wilden Kräuter und Gräser den schutzbedürftigen Wildtieren Deckung und Nahrung – also optimale Bedingungen in der sonst kahlen Frühlingslandschaft".

Der Anbau von heimischen Wildpflanzen zur Energiegewinnung hat entscheidende Vorteile: Im Gegensatz zu Mais kann man Wildpflanzenmischungen mehrjährig nutzen. Sie müssen also nicht jedes Frühjahr ausgesät werden. Nach der Ernte im Sommer wachsen die Wildpflanzen bis zum Winter etwa kniehoch nach und bieten Wildtieren somit weiterhin ein schützendes „Heim".

Eine abwechslungsreich gestaltete Feldflur rund um das Jahr dient dem Erhalt der biologischen Vielfalt der freilebenden Tiere. „Wir brauchen Biotopvernetzungsstrukturen in der intensiv genutzten Agrarlandschaft. Dazu können Wildpflanzen zur Energieerzeugung beitragen", erklärt Michael.

Gemeinsam mit dem Netzwerk Lebensraum Feldflur, dem mittlerweile 24 Verbände und Institutionen angehören, setzt sich der LJV für eine sinnvolle Ausgestaltung des Greenings im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik ein.
Mehr Informationen unter www.lebensraum-feldflur.de

LJV-RLP Pressemeldung 28.03.2014

Neue Imagebroschüre zum 65. Jubiläum

Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) feiert in 2014 seinen 65. Geburtstag. Aus diesem Anlass zeigt sich der Verband in seiner aktuellen Imagebroschüre im neuen Look.

Elegantes Design, bestechende Fotos und umfangreiche Informationen rund um den LJV zeichnen die neue Broschüre aus. „In unserem Jubiläumsjahr wollen wir uns der breiten Öffentlichkeit im neuen Gewand zeigen", erklärt LJV-Präsident Kurt Alexander Michael. „Die neue Broschüre ist eine Einladung, den Landesjagdverband kennenzulernen."

Neben einem kurzen Abriss zur Entstehung und den Aufgaben des LJV beinhaltet die neue Imagebroschüre unter anderem Wissenswertes aus den Bereichen Aus- und Weiterbildung von Jägerinnen und Jägern, jagdliches Schießwesen und Wildbretvermarktung. Zudem sind die Vorteile einer Mitgliedschaft im LJV aufgelistet.

LJV RLP Broschuere 6-7

Für weiterführende Informationen zu den Inhalten der Broschüre ließ der Verband sogenannte QR-Codes in das Layout einfließen, die mit Smartphones oder Tablets eingescannt werden können und zu den entsprechenden Seiten auf der LJV-Homepage führen.

Pressemeldung LJV-RLP 21.02.2014

 

LJV-Präsident Michael spricht mit Ministerpräsidentin Dreyer

Ende Januar erörterten Kurt Alexander Michael, Präsident des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz (LJV), und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer jagdpolitische Fragen. Dabei machte Präsident Michael seinem Unmut Luft.

In dem knapp einstündigen Gespräch beklagte LJV-Präsident Michael den rauen Ton zwischen Umweltministerium und Vertretern des Landesjagdverbandes. „Es geht nicht an, dass der für die Jagd zuständige Staatssekretär der Jägerschaft bei jeder sich bietenden Gelegenheit ‚Trophäenkult' unterstellt", so Michael. Mit derart polemischen Äußerungen könne man die aktuellen und künftigen Probleme nicht lösen. Mehr denn je sei konstruktive Zusammenarbeit vonnöten.

„Die Jägerschaft wird ein Mitspracherecht bei der Verwendung der Jagdabgabemittel einfordern" stellt Michael klar. Auch soll die im Koalitionsvertrag zwischen SPD und Grünen festgeschriebene Evaluierung des Landesjagdgesetzes nicht
dazu führen, dass die Handlungsfreiheit der Jägerinnen und Jäger noch weiter eingeschränkt werde. „Falls die ‚Salami-
taktik' des grünen Umweltministeriums nicht bald ein Ende habe, wird der Unmut in den Reihen der Jägerschaft noch
größer werden, als er ohnehin schon ist – mit unabsehbaren Folgen für die weitere Leistungsbereitschaft",
sagt Kurt Alexander Michael.

Ministerpräsidentin Dreyer zeigte Verständnis, auch und vor allem für Michaels Forderung, die Fütterung von Schalenwild in Notzeiten unbürokratischer und praktischer zu regeln. „Tier- und Artenschutz muss für alle Tiere gleichermaßen gelten", betonte LJV-Präsident Michael. Malu Dreyer versprach, sich für flexible und wildbiologisch sinnvolle Lösungen einzusetzen. In einer Pressemeldung der Landesregierung, die nach dem Gespräch mit Michael veröffentlicht wurde, würdigt die Ministerpräsidentin das Engagement des Landesjagdverbandes, der als einer der zehn anerkannten Naturschutzorganisationen in Rheinland-Pfalz auch im Beirat für Naturschutz des Landes wertvolle Arbeit leiste. Die Landesregierung erkenne die Leistungen der Jägerinnen und Jäger im Land ausdrücklich an.

Pressemitteilung LJV-RLP 03.02.2014

Wildunfälle in der dunklen Jahreszeit

In den Dämmerungsstunden machen sich viele Wildtiere auf die Nahrungssuche. Wenn aufgrund der Zeitumstellung am 27. Oktober Wildschwein und Co. auf den Berufsverkehr treffen, erhöht sich die Wildunfall-Gefahr.

Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) ruft Autofahrer auf, besonders zu dieser Jahreszeit sehr vorausschauend zu fahren. Der gefährliche Mix aus Dunkelheit und nassen Straßen kann zu gravierenden Unfällen mit Wildtieren führen. Grundsätzlich gilt es, die Warnzeichen „Achtung Wildwechsel" ernst zu nehmen. Angepasste Geschwindigkeit kann vor Wildunfällen schützen.

In Rheinland-Pfalz kam es im Jahr 2012 zu 22.280 Unfällen mit Wildtieren. Dabei wurden 224 Menschen verletzt und zwei getötet. Im Bemühen, Wildunfälle zu verhindern und die Sicherheit von Mensch und Tier zu steigern, startete der LJV im Februar 2013 ein Feldversuch in seinem Lehrrevier bei Bad Kreuznach. Auf einer Gesamtstrecke von rund fünf Kilometern installierte der LJV in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Mobilität sogenannte Wildwarnreflektoren.

Durch eine spezielle, blaue Reflektorfolie wird das Scheinwerferlicht nahender Fahrzeuge Richtung Wald und Feld abgelenkt. Die meisten Wildtiere nehmen die Farbe Blau als Signalfarbe wahr. Durch das reflektierende Licht sollen die Wildtiere vor heranfahrenden Fahrzeugen gewarnt und vom Überqueren der Straße abgehalten werden. Die Zahl der Wildunfälle in dem Versuchsgebiet belief sich im Jahr 2012 auf zehn gemeldete Kollisionen mit freilebenden Tieren – die Dunkelziffer der nichtgemeldeten Unfälle könnte durchaus höher sein.

Auch der Deutsche Jagdverband (DJV) führt mit dem ADAC in einem Gemeinschaftsprojekt Untersuchungen zur Wildunfallverhütung durch. Wie die Zwischenbilanz des vierjährigen Forschungsprojekts zeigt, konnte durch den Einsatz von Duftzäunen und blauen Reflektoren die Zahl der Wildunfälle örtlich um bis zu 80 Prozent reduziert werden. Erprobt werden die Präventionsmaßnahmen an 25 Versuchsstrecken in Schleswig-Holstein, an denen besonders oft Wildunfälle passieren.

Pressemeldung LJV-RLP 17.10.2013

Rheinland-pfälzische Jägerschaft solidarisch

Am Valentinstag protestieren Jäger für ein ideologiefreies Landesjagdgesetz im Saarland. Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) unterstützt den Kampf der Saarjäger.

Schulter an Schulter marschieren Jägerinnen und Jäger aus unterschiedlichen Bundesländern und dem benachbarten Ausland für ein tier- und artenschutzgerechtes Landesjagdgesetz im Saarland. „Wir stärken den Waidgenossen aus dem Saarland den Rücken und protestieren an ihrer Seite. Unser Motto: keine Blumen für den Landtag!", sagt LJV-Pressereferent Günther D. Klein. Von Anfang unterstützte der LJV den Protest der Saarjäger und rief seine Mitglieder auf, der saarländischen Landesregierung „Valentinsgrüße" der besonderen Art zu übermitteln.

„Tierschutzwidrige Regelungen haben nichts in einem Landesjagdgesetz verloren – egal in welchem Bundesland", betont Klein. „Ob im Saarland, in Rheinland-Pfalz oder in irgendeinem anderen Bundesland: Eigenverantwortung der Jägerschaft, Tier- und Artenschutz sowie der Abbau von Bürokratie muss überall Eingang in die Gesetzgebung finden."

Pressemeldung LJV-RLP  14.02.2014

„Verbot von Wildkameras nicht zulässig"

Der Datenschutzbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz, Edgar Wagner, möchte den Einsatz von Wildkameras verbieten lassen. Für Rechtsanwalt Klaus Nieding, Justitiar des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz e.V. (LJV), ist dieser Vorstoß juristisch nicht haltbar.
„Wir teilen die Auffassung von Herrn Wagner in keinster Weise", betont Nieding. „Die Einschätzung, dass der gezielte Einsatz von Wildkameras an einer von Jägerinnen und Jägern eingerichteten Kirrung mit dem Datenschutzrecht (§ 6b BDSG) nicht vereinbar ist, kann in unseren Augen nur falsch sein. Eine Kirrung ist unserer Auffassung nach eine jagdliche Einrichtung, die einzig dem Anlocken des Wildes zum Zwecke der Erlegung dient. Daher handelt es sich bei dieser sehr kleinen und eng begrenzten Fläche um keinen öffentlich zugänglichen Raum", so Rechtsanwalt Nieding. Jagdliche Einrichtungen – wozu z.B. auch Hochsitze – sind Privatbesitz und dürfen nicht ohne weiteres betreten werden.
Kirrungen sind für die Jagd auf Wildschweine von großer Bedeutung, da an solchen Lockstellen mehr als die Hälfte aller Wildschweine erlegt werden. Die sich in Jagdrevieren im Einsatz befindlichen Wildkameras dienen nahezu ausschließlich der Beobachtung von Wildtieren, die solche Plätze aufsuchen. Wildkameras fördern eine tierschutzgerechte Bejagung, da durch die Vorselektion auf Fotos beispielsweise die Rottenstruktur bereits in Ruhe studiert und das richtige Stück zur Bejagung ausgesucht werden kann. „Wildkameras sind zur Populationskontrolle insgesamt geeignet und ein effektives Instrument zur Bejagung von Wildschweinen", betont der LJV-Justitiar.
Kirrungen – und damit auch Wildkameras – werden von Jägerinnen und Jägern an solchen Plätzen angebracht, an denen die Wahrscheinlichkeit am geringsten ist, dass Waldbesucher diese Waldflächen betreten und somit vor die Linse geraten. Die in Wildkameras verwendete Technik ist mittlerweile so fortgeschritten, dass eine automatische Anonymisierung von Personen auf Bildern und Videosequenzen möglich ist. „Ein quasi ‚Totalverbot' von Wildkameras ohne jegliche Differenzierung ist daher bereits rechtwidrig", sagt Klaus Nieding. Leidtragende eines Verbots dieser Hilfsmittel wären nicht zuletzt die Landwirte, da der mit einer erschwerten Jagd einhergehende Anstieg der Wildschweinpopulation zu noch größeren Schäden auf ihren Feldern führen würde.

Pressemeldung LJV-RLP  18.10.2013

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