Die besten Jagdhornbläser in Rheinland-Pfalz

Sie haben Alles gegeben und den Sieg errungen: Die besten Jagdhornbläsergruppen aus ganz Rheinland-Pfalz. Beim Landesbläserwettbewerb des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) – am 31. Mai 2015 auf dem Gelände der Landesgartenschau 2015 in Landau – traten 28 Jagdhornbläsergruppen aus insgesamt sechs Bundesländern in unterschiedlichen Wertungsklassen gegeneinander an.


Bläsergruppe Alsdorf-HachenburgBeeindruckend waren die Darbietungen aller teilnehmenden Jagdhornbläsergruppen an der Landesmeisterschaft. Doch nur die Besten unter ihnen setzten sich durch und erreichten den ersten Platz im Klassement ihrer jeweiligen Klassen.
In der „Königsklasse", den Parforce-Hörnern in Es verwies die Bläsergruppe „Alsdorf-Hachenburg" aus der LJV-Kreisgruppe Altenkirchen sämtliche Konkurrenten auf die Plätze. Die 20 Bläser unter Leitung von Hornmeister Dr. Uwe Weller erreichten mit einer makellosen Leistung 585 Punkte – mehr geht nicht!

 

 


Aschbachtaler JagdhonrbläserDie „Aschbachtaler Jagdhornbläser" aus der LJV-Kreisgruppe Kaiserslautern wurde Landessieger in der Klasse G/A (Fürst-Pless- und Parforce-Hörner gemischt, höchstes Leistungsniveau), und in der Klasse G/B konnten die „Hubertusbläser Eifel" aus der LJV-Kreisgruppe Cochem-Zell den Sieg auf Landesebene für sich verbuchen.

 

 

 


Bläsergruppe Hellberg-Kirn ADie Jäger der Bläsergruppe „Hellberg-Kirn" aus der LJV-Kreisgruppe Bad Kreuznach erreichten in der Klasse A (Fürst-Pless-Hörner, höchstes Leistungsniveau) die Spitze des Siegertreppchens.

 

 

 

 

 

Bläsergruppe Bad KreuznachIn der Klasse B (Fürst-Pless-Hörner, mittleres Leistungsniveau) sicherte sich die Bläsergruppe „Bad Kreuznach" den ersten Platz.

 

 

 

 

 

 

Bläsergruppe Hellberg-Kirn CUnd die „zweite Mannschaft" der Bläsergruppe „Hellberg-Kirn" entschied den Wettkampf in der Klasse C für sich. Damit kommen alle Landessieger im Wettbewerb mit Fürst-Pless-Hörnern aus der LJV-Kreisgruppe Bad Kreuznach!

 

 

 

 
LJV-Präsident Kurt Alexander Michael hob in seiner Rede zur Siegerehrung die Bedeutung des jagdlichen Brauchtums hervor und bedankte sich für den reibungslosen Ablauf des Wettbewerbs beim Team der LJV-Kreisgruppe Südliche Weinstraße – namentlich beim Vorsitzenden Klaus Walter – und bei der Leitung der Landesgartenschau. Der Jagdreferent der Landesregierung, Ministerialrat Frank Ridderbusch, überbrachte nicht nur Grüße von Jagdministerin Ulrike Höfken, sondern auch Geldpreise für die Erstplatzierten. Der Landesbläserwettbewerb ist ein Highlight im Eventkalender des LJV und findet alle zwei Jahre an wechselnden Standorten statt.

Pressemeldung LJV-RLP 1.Juni 2015

LJV stellt neue Luchs-Broschüre vor

Luchsbroschuere LJV TitelDer Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) stellt zum offiziellen Start des EU Life-Projekts „Wiederansiedlung von Luchsen im Biosphärenreservat Pfälzerwald" am 30. Mai auf der Landesgartenschau in Landau seine neue – in dieser Form bundesweit einmalige – Luchs-Broschüre vor. Mit der Broschüre wirbt der LJV um Akzeptanz für das Wiederansiedlungsprojekt.

Die Infobroschüre erläutert erstmals in ausführlicher und allgemeinverständlicher Form die Lebensweise des Luchses und die Ziele des Projektes. Vor allem richtet sich die Broschüre an die Allgemeinheit – doch auch im Besonderen an Jägerinnen und Jäger, um sie mit dem neuen „Mitjäger" im Pfälzerwald vertraut zu machen. „Der Schutz der Luchse hat beim LJV eine lange Tradition", erklärt LJV-Vizepräsident Gundolf Bartmann. „Bereits vor 20 Jahren beschäftigte sich der Verband intensiv mit der Frage der Bewahrung einer kleinen vorhandenen Luchs-Population im Pfälzerwald."

Die 20-seitige Luchs-Broschüre beinhaltet unter anderem einen wildbiologischen Steckbrief, Erläuterungen zum Verhalten, zu den Lebensraumansprüchen und zum Einfluss des Luchses auf seine Umwelt. Interessierte Leser finden zudem Ansprechpartner, Kontakte und Informationen rund um die geplante Luchs-Auswilderung. Die Broschüre kann in kleinen Mengen kostenfrei direkt beim LJV bestellt werden (Tel. 06727/8944-0) und steht auf der LJV-Homepage (www.ljv-rlp.de) als Download zur Verfügung.

„Der LJV unterstützt die Wiederansiedlung der Luchse als wichtiger Projektpartner", betont LJV-Vizepräsident Bartmann. „Mit der neuen Broschüre möchten wir über diese faszinierende Wildart informieren und die zum Teil emotionale Diskussion versachlichen." Der LJV stellt aber auch klare Forderungen an das Wiederansiedlungsprojekt: die Auswilderung von Luchsen soll sich ausschließlich auf den Pfälzerwald beschränken, denn nur dieser bietet in Rheinland-Pfalz – im Zusammenhang mit den französischen Vogesen – den notwendigen, weiten Lebensraum für eine tragfähige Population. Weiterhin fordert der Verband unter anderem eine Beteiligung an allen Stadien der Durchführung des Projekts, die Einbeziehung jagdlichen Knowhows in die Projektarbeit und die Lösung von Nutzungskonflikten unter Berücksichtigung aller Interessen.

Pressemeldung 28.05.15 Ljv RLP

„Nur gucken, nicht anfassen"

Kitz-ljvFalschverstandene Tierliebe macht Tierkinder zu Waisen. Während der laufenden Aufzuchtzeit sollten Naturfreunde von tierischen Youngsters Abstand halten. Landauf, landab werden im Mai Kitze geboren. Ihre Überlebensstrategie bereitet den jungen Wildtieren aber immer mehr Probleme. Denn finden Spaziergänger ein vermeintlich allein gelassenes Jungtier und fassen es an oder nehmen es gar mit, verursachen sie damit großes Tierleid.

„Es gehört zur Überlebensstrategie von Rehkindern, sich ins hohe Gras zu drücken und voll und ganz auf ihre Tarnung zu vertrauen", erklärt Kurt Alexander Michael, Präsident des Landesjagdverbandes Rheinland-
Pfalz e.V. (LJV). „Bewegungs- und geruchslos bleiben Kitze für Fressfeinde, wie den Fuchs, unauffindbar. Werden sie jedoch von Menschen angefasst oder kommen mit Hunden in Kontakt, nehmen sie den fremden Duft an – mit fatalen Folgen." Ist das Rehkitz mit solchen Gerüchen „kontaminiert", wird es nicht mehr vom Muttertier angenommen und muss verhungern. In der Regel sind die Elterntiere nie weit weg. Aus sicherer Entfernung beobachten sie ihren Nachwuchs, um keine Räuber anzulocken. „Wir empfehlen, sich an dem Anblick der Jungtiere zu erfreuen, diese aber wieder der elterlichen Obhut zu überlassen", sagt LJV Präsident Michael. Sobald die vermeintliche Gefahr vorbei ist, holen die Elterntiere ihren Nachwuchs ab und bringen ihn an einen sichereren Ort.

Aber nicht nur Rehe ziehen zurzeit ihre Jungen auf. Auch bei Hasen und zahlreichen Bodenbrütern wie Kiebitz, Fasan oder Rebhuhn ist die Setz- und Aufzuchtzeit voll im Gange. Es gilt das Motto: „Nur gucken, nicht anfassen". Besondere Achtsamkeit ist geboten, wenn Spaziergänger oder Wanderer auf Wildschweine mit Nachwuchs treffen. Die Schwarzkittel sind sehr wehrhaft und verteidigen energisch ihre Frischlinge.


Der LJV appelliert an Hundebesitzer, in der Brut- und Aufzuchtzeit – die bis etwa Mitte Juli läuft – grundsätzlich auf ausgewiesenen Wegen zu bleiben und ihre Vierbeiner an der Leine zu führen – den Jungtieren zuliebe.

Pressemeldung LJV-RLP 20.05.2015

aktuelle Pressemeldung des LJV NRW weitergereicht von LJV-RLP

 SPD kündigt erhebliche Änderungen beim Jagdgesetz an

Fraktionschef Römer und Generalsekretär Stinka äußern sich beim politischen Aschermittwoch in Schwerte – Proteste zeigen Wirkung – Großdemonstration am 18. März vor Düsseldorfer Landtag

Der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen erwartet nach seinen jüngsten Protestaktionen deutliche Änderungen am Entwurf des neuen Landesjagdgesetzes in seinem Sinne. „Der jetzige Entwurf wird ganz sicher nicht Gesetz werden", zitiert Dr. Hermann Hallermann den SPD-Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Norbert Römer. Der Vizepräsident des Landesjagdverbandes und des Deutschen Jagdverbandes war mit dem Mehrheitsführer der Düsseldorfer Regierungskoalition und dem nordrhein-westfälischen SPD-Generalsekretär André Stinka am Mittwoch (18. Februar) in Schwerte zusammengetroffen. Mit Römer und Stinka haben sich erstmals nordrhein-westfälische SPD-Spitzenpolitiker zu dem von Minister Johannes Remmel (Grüne) vorgelegten Gesetzentwurf öffentlich geäußert.

Es werde sicher noch einige nicht unerhebliche Änderungen geben, denn die SPD strebe einen fairen Kompromiss zwischen den Interessengruppen an. Das Gesetz werde kein ökologisches, sondern ein modernes Jagdgesetz werden, versicherten die beiden führenden Sozialdemokraten. Nach Ansicht des Landesjagdverbandes kommt es jetzt darauf an, diese Änderungen durch fortgesetzte Protestaktionen tatsächlich durchzusetzen.

In Schwerte hatte die Kreisjägerschaft Unna unter Leitung ihres Vorsitzenden Reinhard Middendorf beim politischen Aschermittwoch der nordrhein-westfälischen SPD gegen die Pläne der Landesregierung protestiert. Für den 18. März haben der LJV und seine neun Partnerverbände des ländlichen Raums zu einer Großdemonstration vor den Landtag nach Düsseldorf aufgerufen unter dem Motto „Für Land und Leute! Schluss mit den Verboten!"

Die Düsseldorfer Koalition hat bereits an dem Gesetzentwurf erste Abstriche vorgenommen. Für den LJV gibt es weiterhin 13 Knackpunkte:

1. Der geplante Eingriff in den Katalog der jagdbaren Arten ist ein maßloser und verfassungswidriger Angriff auf die Eigentums- und Handlungsfreiheit. Er missachtet die Hegeleistungen der Jäger für mehr Artenvielfalt und gibt dem Wild weniger statt mehr Schutz.

2. Die geplante Einführung von jährlichen Schießnachweisen und die geplante Verpflichtung auf bleifreie Büchsengeschosse greifen die Regelungskompetenz des Bundes an.

3. Das geplante Verbot der Baujagd belastet die ohnehin gefährdeten Arten weiter, gerade in Niederwildgebieten wie dem Münsterland oder dem Niederrhein.

4. Die vorgesehenen Einschränkungen bei der Fangjagd stehen im krassen Widerspruch zu der vom Land NRW angestrebten Biodiversitätsstrategie. Auch sie belasten seltene Bodenbrüterarten weiter.

5. Das generelle Tötungsverbot für wildernde Katzen, ohne dass gleichzeitig mildere Alternativen eingeführt werden, verhindert Wildtier- und Artenschutz.

6. Das geplante Verbot der Lockjagd auf Rabenkrähen außerhalb der Einzeljagd führt zu erheblichen Schäden in der Landwirtschaft, setzt Tierarten und Bodenbrüter immer größerem Druck von Fressfeinden aus und ist völlig praxisfern.

7. Die geplanten Eingriffe bei der Jagd in Schutzgebieten gefährden 20 Prozent der heutigen Jagdfläche in Nordrhein-Westfalen.

8. Das geplante Fütterungsverbot von Schwarzwild auch in Notzeiten lässt diese Wildart in der Not verhungern und ist damit absolut tierschutzwidrig.

9. Die Einschnitte bei der Jagdhundeausbildung bedeuten nicht mehr, sondern weniger Tierschutz.

10. Die geplante Gleichsetzung von Kleinstvereinen ist eine skandalöse Bevorzugung von Minderheiten und eine gesetzlich verordnete Entmachtung des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen als größter Interessenvertretung und Landesvereinigung der Jäger in Nordrhein-Westfalen.

11. Die Möglichkeit des örtlichen Verbotes von Kirrungen bezweckt letztendlich ein totales Kirrverbot. Die Mitteilungspflicht per GPS ist praxisfern und erinnert an einen Überwachungsstaat.

12. Die geplante Änderung des Landesforstgesetzes beabsichtigt ein Verbot der Anwendung von Wildkameras an Kirrungen und ein erleichtertes Zutrittsrecht für Unbefugte. Es gefährdet zudem das derzeit bestehende Vertrauensverhältnis zwischen Waldbesitzern und Waldbesuchern.

13. Die angestrebte Wiedereinführung der Jagdsteuer ist kategorisch abzulehnen. Sie wird selbst von den empfangsberechtigten Kommunen als nicht geboten angesehen. Jäger erbringen in ganz NRW flächendeckend Leistungen für den Tier- und Artenschutz, die mit Sicherheit beispielhaft sind.

19. Februar 2015
www.ljv-nrw.de

Wilde Sommer-Kochkurse

Logo Wildbret RP-120Wildfleisch vom Reh, Wildschwein und Hirsch sind Köstlichkeiten, die auch zur Sommerzeit munden. Um Kochbegeisterte die leichte Wild-Sommer-Küche zu zeigen, veranstaltet der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) in Zusammenarbeit mit handverlesenen Restaurants in Rheinland-Pfalz im Juni wilde Sommer-Kochkurse.

Vom 15. bis 21. Juni zeigen Spitzenköche aus Rheinland-Pfalz, wie einfach sich leichte Sommergerichte mit Wildfleisch zubereiten lassen. In Zusammenarbeit mit den ausgesuchten Restaurants Freinsheimer Hof (Freinsheim), Haus Mannertal (Binscheid), Mühle am Schlossberg (Wartenberg) und das Weinromantikhotel Richtershof (Mühlheim), bietet der LJV wilde Sommer-Kochkurse an. „Für viele Menschen sind Wildgerichte etwas, was es typischerweise zu den Weihnachtsfeiertagen gibt", sagt LJV-Präsident Kurt Alexander Michael. „Doch Wildfleisch ist ein sehr vielseitiges Naturprodukt, mit dem man auch im Sommer wunderbare Gerichte und gegrillte Leckereien zubereiten kann."

Interessierte Küchenzauberer und Grillakrobaten können Kochprofis direkt über die Schulter schauen und lernen, wie abwechslungsreich Wildfleisch zum Einsatz in der eigenen Küche kommen kann. Die Anmeldung erfolgt direkt bei den teilnehmenden Restaurants. Kontaktdaten sind auf der LJV-Homepage (www.ljv-rlp.de) zu finden.

Im Jagdjahr 2013/2014 landeten mehr als 2.000 Tonnen Wildfleisch auf rheinland-pfälzischen Tellern. Allein 1.000 Tonnen Wildfleisch lieferten die heimischen Wildschweine. Gefolgt werden die Schwarzkittel von Rehwild mit rund 625 Tonnen und Rotwild mit etwa 319 Tonnen Wildfleisch. Doch nicht nur das Trio Wildschwein, Reh und Hirsch liefert das hervorragende Naturprodukt Wildfleisch. Auch die sogenannten Nieder- und Federwildarten wie Hase und Kaninchen sowie Ente und Fasan eignen sich bestens für ein sommerlich leichtes Menü.

Pressemeldung LJV-RLP 08.05.2015

Jäger engagieren sich beim Wolfsschutz

wolfAm Mittwoch, 11. Februar 2015, stellt die rheinland-pfälzische Landesregierung den neuen Entwurf eines Wolfsmanagementplans vor. Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) hat intensiv mitgearbeitet und sieht Chancen, aber auch Risiken.

„Wandern Wölfe auf natürliche Weise ein, greift die Schutzvereinbarung, die von allen deutschen Jagdverbänden in einem Positionspapier festgeschrieben wurde und bundesweit gültig ist", betont LJV-Vizepräsident Gundolf Bartmann. Dank einer guten Zusammenarbeit der rheinland-pfälzischen Verbände und Behörden sei ein Wolfsmanagementplan entstanden, der viele Fragen sachlich beantworte sowie wichtige Hinweise zum Verhalten und zur Schadensregulation enthalte.

„Die Jägerschaft ist in der Fläche präsent und bereit", so Bartmann, „die weitere Entwicklung durch ihren Beitrag zum Wolfsmonitoring zu begleiten." Viele Jägerinnen und Jäger seien bereits als sogenannte Großkarnivorenbeauftragte für Luchs und Wolf geschult und aktiv. Daher begrüßt der LJV, dass die Landesregierung eine angemessene Aufwandsentschädigung von 100,- Euro pro Rissmeldung – wie vom LJV gefordert – für die Monitoringleistungen der Jägerschaft bereitstellt.

„Die mythische Angst vorm bösen Wolf ist genauso unangebracht wie eine falsche Verharmlosung und ein damit verbundener fahrlässiger Umgang mit dem Großraubtier", bemerkt Bartmann. Die Jägerinnen und Jäger in Rheinland-Pfalz verurteilen illegale Abschüsse scharf und sehen in Raubtieren längst nicht mehr nur den Konkurrenten, sondern eine Bereicherung der Natur- und Artenvielfalt. „Wir sind sehr zufrieden, dass im Gegenzug unsere Forderung nach strafrechtlichen Konsequenzen für Versuche, Großraubwild illegal auszusetzen, im Wolfsmanagementplan aufgenommen wurde", ist Bartmann erfreut. „Akzeptanz bei Bürgern und Jägerschaft erreichen wir nur, wenn u.a. dadurch klar wird, dass es sich beim Managementplan nicht um ein aktives Wiederansiedlungsprojekt für den Wolf in Rheinland-Pfalz handelt.

Der LJV bezweifelt, ob das dichtbesiedelte, touristisch und durch zahlreiche Verkehrswege erschlossene Rheinland-Pfalz, in dem auch die extensive bäuerliche Viehhaltung noch eine große Rolle spielt, wirklich zur friedlichen, konfliktfreien Heimat von Wolfsrudeln werden kann. Angesichts der unbestrittenen Tatsache, dass der Straßenverkehr die größte Gefahr für den Wolf darstellt, fordert der LJV neue Initiativen für Wildbrücken und die Erhaltung von Wildtierkorridoren sowie ein mutigeres Eintreten gegen den ungebremsten Flächenverbrauch. „So könnten – neben dem Wolf – auch zahlreiche andere Arten erheblich profitieren", erklärt Bartmann.

Dramatische negative Auswirkungen auf die Jagdnutzung selbst befürchtet der LJV durch die ersten einwandernden Wölfe nicht. Ökologischen Träumereien erteilt Bartmann aber ebenso eine Absage: „Der Wolf ist in einer von Menschenhand beeinflussten Kulturlandschaft gewiss kein Wildtierregulator, der den Jäger in dieser wichtigen Aufgabe ersetzen kann." Sorgen bereiten dem LJV die Erhaltung der etablierten und durch Rechtsverordnung geschützten Wildschafbestände in Rheinland-Pfalz. Die Mufflons, ca. 3000 im Land, würden bevorzugt dem Wolf zum Opfer fallen.

Jagdhundeführerinnen und -führer, die einen Jagdhund während des Einsatzes durch eine Wolfsattacke verlieren, werden mit 4.000 Euro für ihren Verlust entschädigt. „Das ist bundesweit die höchste Entschädigungssumme, die für durch Wölfe getötete Jagdhunde im Einsatz gezahlt wird", betont LJV-Vizepräsident Bartmann. „Die Landesregierung hat unsere Forderung nach Anerkennung der wertvollen Arbeit, die von Jagdhundeführern und ihren Jagdhunden geleistet wird, in vollem Umfang umgesetzt."

Eine wichtige Frage des LJV wird die Jagdpolitik noch beschäftigen müssen: Bringt der Wille zur ungehinderten Ausbreitung der Wölfe auch das freie Entfaltungsrecht und damit die Gleichbehandlung für Rot-, Dam- und Muffelwild, die derzeit nur in per Verordnung bestimmten Bereichen leben und außerhalb von diesen totgeschossen werden müssen?

„Es muss weiterhin einen offenen und ideologiefreien Dialog zum Konfliktmanagement in Sachen Wolf geben", betont LJV-Vizepräsident Bartmann.

Pressemeldung LJV-RLP 11.02.2015

Zeitumstellung erhöht Unfallgefahr

Wildunfall 1-800Wenn am 29. März die Uhren auf Sommerzeit umgestellt werden, steigt in der Dämmerung die Wildunfallgefahr. Die rheinland-pfälzische Polizei und der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) rufen Autofahrer auf, in den Wochen nach der Zeitumstellung
besonders vorausschauend zu fahren. Wenn der Berufsverkehr mit den Nahrungsgewohnheiten der Wildtiere kollidiert, steigt die Gefahr von Wildunfällen. In den Dämmerungsstunden machen sich die Tiere auf Nahrungssuche oder kehren in ihre Tageseinstände zurück. Nicht selten versuchen „Reh und Co." Straßen zu überqueren, um an das satte Grün zu kommen, das sie insbesondere in den kommenden Wochen für den Fellwechsel, die anstehenden Geburten oder den Geweihaufbau brauchen.


In Rheinland-Pfalz kam es im Jahr 2014 zu 20.021 Verkehrsunfällen mit Wildtieren. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl von Wildunfällen um 345 Kollisionen (20.366 Wildunfälle in 2013). Am häufigsten kommt Rehwild unter die Räder. Autofahrer können mit dem richtigen Verhalten selbst Wildunfälle vermeiden. Die Geschwindigkeit den Gegebenheiten anzupassen, ist die wichtigste Regel. Denn wer mit 80 statt mit 100 Stundenkilometern unterwegs ist, hat bereits einen 25 Meter kürzeren Bremsweg. Fahrer sollten auf Lichtpunkte am Straßenrand achten, denn das Scheinwerferlicht wird von den Augen der Wildtiere reflektiert. Wechseln Wildtiere über die Straße, sollte der Fahrzeugführer das Licht abblenden, hupen und bremsen – unter keinen
Umständen versuchen, auszuweichen.


Ist es trotz aller Vorsicht zu einem Wildunfall gekommen, sollte der Autofahrer die Unfallstelle sichern und umgehend die Polizei verständigen. Ist das Wildtier noch am Leben, so verständigen die Ordnungshüter den zuständigen Jäger, damit dieser das Tier von seinen Leiden erlöst. Keinesfalls darf ein verendetes Tier in das eigene Auto „eingepackt" werden, denn das wäre Wilderei.

Gemeinsame Pressemeldung 27.03.2015
Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. und
Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz

Protestkundgebung 4. März 2015-Stuttgart

demo stuttgardSehr geehrte Damen und Herren,

am 9. Februar 2015 hatten wir Ihnen ein Schreiben zugesandt, in dem Sie unser Präsident, Herr Michael, über die am 18. März in Düsseldorf stattfindende Jäger-Demo informierte

Nunmehr teilt uns der Landesjagdverband Baden-Württemberg mit, dass man auch in Stuttgart eine ähnliche Aktion veranstalten möchte, und zwar in Form einer Protestkundgebung, die am Mittwoch, 4. März 2015, ab 11.55 Uhr („5 vor 12") vor dem Interims-Landtag auf dem Schlossplatz in Stuttgart stattfinden wird. Näher Informationen können Sie dem als Anlage beigefügten Plakat entnehmen.

Namens und im Auftrag von Herrn Präsident Michael möchten wir Sie bitten, auch die in Stuttgart stattfindende Protestveranstaltung durch persönliche Teilnahme zu unterstützen. Das Angebot, die Hälfte der Buskosten zu übernehmen, gilt auch in diesem Fall unter den Ihnen bekannten Voraussetzungen.

Mit freundlichen Grüßen
und Waidmannsheil

Erhard Bäder
Geschäftsführer
Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V.
Egon-Anheuser-Haus
55457 Gensingen
Tel. 06727/89440
Fax. 06727/894422
www.ljv-rlp.de

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