Zeitumstellung erhöht Wildunfallgefahr

umstellungWenn am 26. Oktober die Uhren auf Winterzeit zurückgedreht werden, steigt in der Dämmerung die Wildunfallgefahr. Autofahrer sollten jetzt besonders wachsam sein.

Dunkelheit und nasse Straßen sind eine gefährliche Kombination. Kommen über die Straße ziehende Wildtiere hinzu, wird es für Autofahrer richtig gefährlich. Besonders in den Wochen nach der Umstellung auf die Winterzeit steigt die Gefahr von Wildunfällen, da der Berufsverkehr mit den Gewohnheiten der Wildtiere kollidiert. Im Jahr 2013 kam es in Rheinland-Pfalz zu 20.365 Verkehrsunfällen mit Wildtieren. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl um rund 2.000 Kollisionen (22.280 Wildunfälle in 2012). Rehwild kommt dabei am häufigsten unter die Räder.

Wildunfälle können zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit passieren, doch in der Dämmerung sind die meisten Wildtiere auf Futtersuche. Deshalb kommen sich der Berufsverkehr und die wilden Wald- und Feldbewohner in den düsteren Stunden in die Quere – auch dort, wo kein Warnschild „Wildwechsel" aufgestellt ist. Autofahrer können mit dem richtigen Verhalten selbst Wildunfälle vermeiden. Seine Geschwindigkeit den Gegebenheiten anzupassen, ist die wichtigste Regel. Denn wer mit 80 statt mit 100 Stundenkilometern unterwegs ist, hat bereits einen 25 Meter kürzeren Bremsweg. Fahrer sollten auf Lichtpunkte am Straßenrand achten, denn das Scheinwerferlicht wird von den Augen der Wildtiere reflektiert. Wechseln Wildtiere über die Straße, sollte der Fahrzeugführer das Licht abblenden, hupen und bremsen – keinesfalls versuchen, auszuweichen.

Kam es bei aller Vorsicht trotzdem zum Crash, sollte der Autofahrer umgehend die Polizei verständigen und die Unfallstelle absichern. Ist das Wildtier noch am Leben, verständigt die Polizei den zuständigen Jäger, damit dieser das Tier von seinen Leiden erlöst. Bei verletzten Wildschweinen gilt es, besonders vorsichtig zu sein und Abstand zu halten, denn sie könnten sich durch den vermeintlichen Helfer bedroht fühlen und zum Angriff übergehen. Keinesfalls darf ein verendetes Tier in das eigne Fahrzeug „eingepackt" werden, denn das wäre Wilderei.

LJV-RLP 24.10.2014

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