Wildpflanzen zur Energiegewinnung – den Wildtieren zu liebe

Für das Jungwild sind die kommenden Wochen die gefährlichsten des ganzen Jahres. In der noch kahlen Landschaft sind sie ein leichtes Opfer für Raubtiere und Nesträuber. Wildpflanzen könnten den „Youngsters" das Leben retten.

„Wildpflanzen sind die Alternative zu Mais als Energiepflanze", betont Kurt Alexander Michael, Präsident des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz e.V. (LJV). „Vor allem zu dieser Jahreszeit bieten die wilden Kräuter und Gräser den schutzbedürftigen Wildtieren Deckung und Nahrung – also optimale Bedingungen in der sonst kahlen Frühlingslandschaft".

Der Anbau von heimischen Wildpflanzen zur Energiegewinnung hat entscheidende Vorteile: Im Gegensatz zu Mais kann man Wildpflanzenmischungen mehrjährig nutzen. Sie müssen also nicht jedes Frühjahr ausgesät werden. Nach der Ernte im Sommer wachsen die Wildpflanzen bis zum Winter etwa kniehoch nach und bieten Wildtieren somit weiterhin ein schützendes „Heim".

Eine abwechslungsreich gestaltete Feldflur rund um das Jahr dient dem Erhalt der biologischen Vielfalt der freilebenden Tiere. „Wir brauchen Biotopvernetzungsstrukturen in der intensiv genutzten Agrarlandschaft. Dazu können Wildpflanzen zur Energieerzeugung beitragen", erklärt Michael.

Gemeinsam mit dem Netzwerk Lebensraum Feldflur, dem mittlerweile 24 Verbände und Institutionen angehören, setzt sich der LJV für eine sinnvolle Ausgestaltung des Greenings im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik ein.
Mehr Informationen unter www.lebensraum-feldflur.de

LJV-RLP Pressemeldung 28.03.2014

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