Landesweite Jagdhundeversicherung seit 1. Januar 2017 in Kraft

jagdhund kleiner munsterlander Mit der neuen, landesweiten Jagdhunde-Unfallversicherung erfüllt der LJV einen langgehegten Wunsch vieler rheinland-pfälzischer Hundeführer. Auf der jüngsten Sitzung der zuständigen LJV-Gremien wurde einem entsprechenden Beschluss zugestimmt. Die Beschlusslage sieht vor, dass die Kosten in Höhe von rund 75.000 Euro pro Jahr in den Jahren 2017 und 2018 vom LJV alleine und ab 2019 je zur Hälfte von den Kreisjägerschaften und vom LJV aus Mitgliedsbeiträgen getragen werden.

Der tierschutzgerechte Einsatz von geeigneten Jagdhunden ist ein Faktor, der zum Erfolg der Jagdausübung beiträgt. Jedoch sind Begegnungen mit wehrhaftem Schwarzwild und dem Verkehr die häufigsten Ursachen, die zu Verletzungen oder zum Tod der vierbeinigen Jagdhelfer führen. In beiden Fällen drohen dem Hundeführer erhebliche finanzielle Belastungen. „Ich persönlich halte es in derartigen Situationen für eine schiere Selbstverständlichkeit, Hundeführer, die mit solchen Fällen konfrontiert werden, nicht alleine zu lassen“, erklärt LJV-Präsident Kurt Alexander Michael den Entschluss, die landesweite Jagdhunde-Unfallversicherung einzuführen. „Damit zeigen wir den Hundeführern und ihren Hunden unsere Wertschätzung für ihren schwierigen und nicht selten gefährlichen Einsatz.“


Versichert sind Unfälle von Jagdhunden (ab sechs Monaten bis zum vollendeten 12. Lebensjahr) von LJV-Mitgliedern auf Treib- und Gesellschaftsjagden in Rheinland-Pfalz und angrenzenden Bundesländern. Die Schadenssumme beträgt für geprüfte Hunde im Todesfall 2.000 Euro, für ungeprüfte Hunde 1.000 Euro. Tierarztkosten bis zu 1.000 Euro – bei einer Selbstbeteiligung von 100 Euro – sind von der Versicherung ebenfalls abgedeckt. Weitergehende Informationen und Ansprechpartner sind auf der LJV-Internetseite www.ljv-rlp.de zu finden.


Pressemeldung LJV-RLP  (Gensingen, 13. Januar 2017)

Tierische Strategien gegen Winterkälte

schweinZum Wochenende meldet sich der Winter mit eisigen Temperaturen zurück. Wildtiere sind für solche Wetterverhältnisse bestens gerüstet.

Tierische Wintermode ist für das kommende frostige Wochenende ideal. Das Fell der Rehe hat eine Art „Dauerwelle“. Ihr langes, hohles Winterhaar ist im Gegensatz zum kurzen Sommerkleid stark gewellt, wodurch gut isolierende Luftpolster entstehen. Wildschweine tragen unter den dunklen Borsten eine dichte Unterwolle, die wie warme, lange Unterwäsche funktioniert und sie so vor der Kälte schützt.

Doch ist nicht Kälte der Taktgeber für die Winterstrategien der Wildtiere, sondern das Tageslicht. Werden die Tage kürzer, stellen sich die tierischen Waldbewohner auf Winterzeit um. Temperaturen und Witterung beeinflussen die Tierwelt sekundär. So ist für die Reduzierung des Stoffwechsels bei Rehen und Rotwild die Lichtintensität verantwortlich. Um Energie zu sparen, kann Rotwild beispielsweise den Herzschlag auf 30 Schläge pro Minute senken. So können sie viel Energie sparen, um den im Sommer angefutterten Winterspeck langsam zu verbrennen. Auch Rehe schalten in den Wintermonaten auf „Sparmodus“ um. Jetzt gilt es, so wenige Fettreserven wie möglich zu verbrauchen.

Siebenschläfer, Haselmaus oder Igel schlafen über Monate, um möglichst viel Energie zu sparen. Dachs, Waschbär oder Eichhörnchen halten dagegen Winterruhe. Nur wenige Male wachen die Tiere auf, um Futter zu sammeln und zu fressen. So können sie ebenfalls viel Energie sparen.

Pressemeldung LJV-RLP

Waschbär breitet sich in Rheinland-Pfalz aus

waschbaerEnde September fingen die Berufsjäger des LJV einen jungen Waschbären in einer Wipprohrfalle (Lebendfangfalle). Es ist der erste Waschbär, der im LJV-Lehrrevier jemals gefangen wurde. „Wo ein Waschbär auftaucht, sind Andere nicht weit“, sagt Wildmeister und akademischer Jagdwirt Christoph Hildebrandt. „Waschbären leben in Gruppen als Mutter-Kind-Verbände, Rüden-Koalitionen und/oder in lockeren Verbindungen der meist nah verwandten Fähen (weibliche Waschbären) in einem Gebiet“, erklärt Hildebrandt, der die LJV-Landesjagdschule leitet und für die Betreuung des LJV-Lehrreviers mit verantwortlich zeichnet.

In Rheinland-Pfalz kamen im letzten Jagdjahr 332 Tiere zur Strecke. Im Vergleich zum Vorjahr (261 erlegte Waschbären) bedeutet das einen Anstieg um rund 27 Prozent. Auch wenn die Streckenstatistik im Vergleich zu anderen Bundesländern wie Hessen (27.769 Waschbären in 2015/2016), Niedersachsen (10.070), Sachsen-Anhalt (23.114) oder Brandenburg (26.358) gering ist, kann sich die Populationsentwicklung beim Waschbär innerhalb weniger Jahre rasant beschleunigen.

Das bestätigt Dr. Ulf Hohmann von der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) in Trippstadt. „Wenn man sich beispielsweise die Streckenstatistik der letzten 40 Jahre in Sachsen-Anhalt ansieht, so fällt auf, dass der Waschbär jagdlich betrachtet einige Jahre lang eine zu vernachlässigende Wildart war. Doch plötzlich schossen die Erlegungszahlen in die Höhe“, berichtet der Forscher. Die gleiche Entwicklung könne auch Rheinland-Pfalz blühen, so Dr. Hohmann. „Nur eine intensive Bejagung kann die Verbreitung des Waschbären höchstens verlangsamen, in Randgebieten im günstigsten Fall hinauszögern.“

Die Europäische Union (EU) sieht in der Ausbreitung des Waschbären ein Problem und setzte ihn mit 36 anderen eingeschleppten Tier- und Pflanzenarten auf die Liste der invasiven, gebietsfremden Arten, deren Verbreitung eingedämmt werden soll. Diese Liste ist in Verbindung mit einer seit Januar 2016 in Kraft getretene Verordnung der EU zu sehen, die Mitgliedsstaaten zu verstärkten Bemühungen gegen die Ausbreitung solcher Arten verpflichtet.

Der Waschbär kann als invasive Art einen negativen Einfluss auf die heimische Artenvielfalt haben. In Brandenburg beobachten Forscher seit 2005 einen vehementen Bestandsrückgang der Europäischen Sumpfschildkröte. Wo der Waschbär vorkommt, weist nahezu jedes zweite Reptil schwere Verletzungen auf, wie zum Beispiel abgebissene Gliedmaßen und Schwänze. In Thüringen macht der Waschbär dem Uhu die Brutplätze streitig. Zwischenzeitlich besetzt er jeden zweiten potenziellen Brutplatz. Als Nahrungsgeneralist und Nahrungsopportunist kann er auch in Rheinland-Pfalz lokal den gleichen negativen Effekt auf seltene Arten ausüben.

Auch Krankheiten sind bei den Kleinbären ein ernst zu nehmendes Thema. Neben Spulwürmern und Räudemilben können die Tiere auch Überträger des Staupevirus, der Aujeszkyschen Krankheit und des Canine Pravovirus sein.

Da Waschbären dämmerungs- und nachtaktiv sind, bekommen Jäger sie bei der Ansitzjagd ehr selten zu sehen. Daher rät Wildmeister Christoph Hildebrandt zur Fangjagd. „Wir können uns die natürliche Neugier des Waschbären zu Nutze machen und ihn effizient mit tierschutzgerechten Fallen bejagen.“ Für Hildebrandt steht fest, dass die Ausbreitung des Waschbären nur eingedämmt werden kann, wenn die Bejagung auf breiter Fläche – also revierübergreifend – durchgeführt wird.

Die wald- und gewässerreiche Landschaft von Rheinland-Pfalz bietet Top-Voraussetzungen für den Waschbären. Im Norden von Rheinland-Pfalz hat sich der Kleinbär vor allem in den Waldregionen ausgebreitet. Im südlichen Rheinland-Pfalz kommt er als Kulturfolger eher in urbanen Gebieten vor.

 

Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V 21.10.2016

Oh du wilde Weihnachtszeit

Wildfleisch steht hoch im Kurs – rund 3.000 Tonnen landeten im vergangenen Jagdjahr (1. April 2015 bis 31. März 2016) auf rheinland-pfälzischen Tellern. Wer jetzt noch ein
Wildgericht als Weihnachtsbraten servieren möchte, muss schnell sein. Weihnachten steht vor der Tür, und es stellt sich die Frage: Was kommt auf den Tisch?


wildmedaillons07Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) empfiehlt Wildfleisch als natürliche, nachhaltige und regionale Delikatesse. Es ist vitaminreich, fettarm und frei von künstlichen
Zusatzstoffen. Doch wer sich jetzt noch einen gesunden Festschmaus sichern möchte, sollte sich schnellstens darum kümmern. Denn beim heimischen Wild regelt nicht die Nachfrage die Verfügbarkeit, sondern Wildvorkommen und Jagderfolg sind maßgeblich für die Menge des erhältlichen Wildbrets.


Knapp 3.000 Tonnen Wildfleisch lieferten Jägerinnen und Jäger in Rheinland-Pfalz. Allein etwa 1.732 Tonnen Wildfleisch stammen von heimischen Wildschweinen. Gefolgt werden
die Schwarzkittel von Rehwild mit 850 Tonnen und Rotwild mit rund 331 Tonnen Wildfleisch. Doch nicht nur das Trio Wildschwein, Reh- und Rotwild liefert das hervorragende
Naturprodukt Wildfleisch. Auch die sogenannten Nieder- und Federwildarten wie Hase und Kaninchen sowie Ente und Fasan eignen sich bestens für eine moderne und
gesunde Küche. Vor allem in den klassischen Niederwild-Revieren der Vorderpfalz und Rheinhessens sind diese Arten heimisch und stellen eine Bereicherung des Menüs dar.


In Rheinland-Pfalz lieferten Kaninchen, Fasan und Co. zusammen mehr als 52 Tonnen Wildfleisch. Wildfans können im Internet unter www.wild-auf-wild.de über die Postleitzahl-Suche den nächsten regionalen Jäger oder Wildbretanbieter finden. Über diese Seite finden Interessierte zudem Rezepte und Tipps zur Zubereitung. Auch im Supermarkt wird Wildfleisch angeboten – doch sollten Verbraucher dabei genau auf die Herkunft achten. Denn nicht alles Wildfleisch stammt aus der Region und kommt über kurze Transportwege frisch in die Kühlregale.

Logo Wildbret RP 120Das Logo „Wild aus der Region“ hilft bei der Orientierung: Es steht für Wildfleisch aus heimischen Wäldern und Feldern

Pressemeldung -Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. 16.12.2016

Jagdpartner mit der kalten Schnauze

Jagdhund Langhaar klOb bei der Drückjagd oder der Nachsuche, ein guter Jagdhund greift da ein, wo der Mensch an seine Grenzen kommt. Das macht den Jagdhund zum besten Gefährten der Jäger. Anlässlich des Welthundetages am 10. Oktober richtet der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) die Aufmerksamkeit auf die vierbeinigen Jagdhelfer.

Hunde bereichern auf vielfältige Weise das Leben des Menschen – als Partner, Begleiter und Familienmitglied. Am 10. Oktober findet ihnen zu Ehren der internationale Welthundetag statt. Insbesondere aus dem Jagdalltag ist der Hund als Freund und Helfer nicht wegzudenken.

Im Bundesschnitt besitzen nur etwa 11 Prozent aller Haushalte einen Hund. Hingegen ist in Jägerhaushalten in 60 Prozent aller Fälle mindestens ein Jagdhund vorhanden. Das geht aus einer Auswertung einer repräsentativen Befragung des Deutschen Jagdverbandes (DJV) für Rheinland-Pfalz hervor. Dabei sind Vorstehhunde, wie etwa Deutsch Kurzhaar, Deutsch Drahthaar oder Weimaraner unter Jägern besonders beliebt. In jedem vierten Jägerhaushalt kommt ein vielseitig einsetzbarer Vorstehhund vor. Gefolgt von Teckeln (11 Prozent), Terriern (10 Prozent), Schweißhunden (8 Prozent), Apportierhunden (6 Prozent), Stöberhunden (6 Prozent) und Bracken (5 Prozent).

Schon früh versuchten die Jagdkynologen Ordnung in die verschiedenen Jagdhunderassen zu bringen. Sie gingen dabei insbesondere von den Eigenschaften und der Verwendung der einzelnen Rassen aus und teilten sowohl die jagdlichen Generalisten als auch leistungsstarke Spezialisten nach Aufgabengebieten ein (mehr Infos dazu weiter unten).

Jagdhunde in RLP

Eine waid- und tierschutzgerechte Jagdausübung ist ohne gut ausgebildeten und eingearbeiteten Jagdhund nicht möglich. Das gilt für herbstliche Stöberjagden auf Reh, Hirsch und Wildschwein ebenso wie für die Baujagd auf den Fuchs oder für das Finden von Wild, das bei einem Verkehrsunfall verletzt wurde. Ein Jagdhund ist dabei oft viel mehr als ein „Arbeitstier” oder schlichter Begleiter auf der Jagd. Er ist ein vollwertiges Familienmitglied.

Die vom Jagdgebrauchshundverband anerkannten Jagdhunderassengruppen im Überblick

Bracken
Wie der Name schon verrät, sind diese Solojäger ursprünglich Spezialisten im Brackieren auf Hase und Fuchs. Aufgrund ihrer feine Nase, des lockeren Spurlauts und des ausgeprägten Spurwillens werden die Bracken heute zunehmend auch zum Stöbern auf Schalenwild und für die Schweißarbeit eingesetzt.
Zu dieser Gruppe gehören die Deutsche Bracke, die Brandlbracke, die Steirische Rauhaarbracke, die Tirolerbracke, der Beagle, der Foxhound, die Schwarzwildbracke sowie die Westfälische und die Alpenländliche Dachsbracke.

Schweißhunde
Sie gehören zu den absoluten Spezialisten unter den Jagdhunden: die Schweißhunde. Typisch für die Schweißhunde sind die extrem feine Nase, der Laut und die Hetzpassion sowie die hervorragende Riemenarbeit.
In dieser Gruppe sind der Hannoverscher Schweißhund und der Bayerische Gebirgsschweißhund zu finden. Die Alpenländische Dachsbracke nimmt eine Sonderstellung ein: Von der internationalen kynologischen Organisation (FCI) als dritte Schweißhunderasse anerkannt, ist sie jedoch von ihrer Herkunft zu den Bracken zu zählen.

Erdhunde
Aufgrund ihrer in der Regel geringen Größe sind diese kleinen, robusten Hunderassen für die Arbeit „unter Tage“, bei der Jagd auf Fuchs und Dachs besonders gut geeignet. Sie sind aber auch für die Stöber- und Schweißarbeit bestens einsetzbar. Zu den Erdhunden gehören die Teckel der drei Haarvariationen und der drei Schläge sowie verschiedene Terrierrassen (z.B. Foxterrier, Deutscher Jagdterrier oder Jack-Russel-Terrier).

Kontinentale Vorstehhunde
Die Vertreter dieser Gruppe können durchaus als die „Allrounder“ unter den Jagdhunden bezeichnet werden. Neben dem klassischen Vorstehen können diese Hunde auch zum Apportieren und Stöbern sowie zur Wasser- oder Schweißarbeit eingesetzt werden.
Zu den Kontinentalen Vorstehhunden gehören Deutsch-Drahthaar, Deutsch-Stichelhaar, Pudelpointer, Griffon, Deutsch-Kurzhaar, Weimaraner, Großer Münsterländer, Kleiner Münsterländer, Deutsch-Langhaar, Magyar Vizsla und Epagneul Breton.

Stöberhunde
Ihre Aufgabe besteht darin, Wild zu suchen, es hoch zu machen und es vor die Schützen zu bringen. Spur- und Fährtenlaut sind für diese Arbeit unerlässlich. Daneben bewähren sich die Hunde auch auf Schweiß und bei der Verlorensuche auf Niederwild im Wald und aus dem Wasser. Deutscher Wachtelhund sowie die englischen Spanielrassen (Cockerspaniel und Springerspaniel) sind die typischen Stöberhunde, die in Deutschland Verwendung finden.

Apportierhunde
Das Apportieren von Niederwild, insbesondere von Wasserwild ist das Spezialgebiet der Retriever (u.a. Labrador Retriever, Golden Retriever und Flat-Coated Retriever). Daher verfügen sie über eine hervorragende Nase, einen ausgeprägten Finderwillen und lassen sich auch über weitere Strecken gut lenken.

Englische Vorstehhunde
Ihre hervorragenden Attribute sind Weiträumigkeit, Schnelligkeit, Planmäßigkeit und Ausdauer bei der Suche nach Niederwild – insbesondere Federwild. Die durch Zucht verstärkte Verhaltensweise des Vorstehens ist bei diesen Jagdhunden unverwechselbar.
Zu der Gruppe der Englischen Vorstehhunde gehören der Pointer, der Englische Setter, der Irische Setter und der Gordon (Schottische) Setter.

Nordische Hunde
Stehohren und eine über den Rücken geringelte Rute sind ihre „Markenzeichen“. Laiki sind selbstständig jagende Hunde. Sie suchen stumm und geben lediglich Standlaut am gestellten Stück. Die Russisch-Europäische Laika, die Westsibirische Laika und die Ostsibirische Laika sind die hierzulande bekannten Vertreter der Nordischen Hunde.

Pressemeldung LJV-RLP 07. Oktober 2016

 

 

Klassiker neu interpretieren

Logo Wild auf Wild OrangeHerbst und Winter sind typische Jahreszeiten für den Genuss von feinem Wildfleisch. Doch muss es nicht immer der klassische Braten mit Sauce und Rotkraut sein. Jagende Food-Blogger zeigen, wie sich Wildgerichte modern interpretieren lassen. Auch auf der Internetseite Wild-auf-Wild.de können Verbraucher entdecken, wie abwechslungsreich Wildfleisch ist.

Wilder Schweinerücken Gyros-Art. Foto: koch-passion.de
Rhea Fell-Rathmacher und Paul Steiner aus Obrigheim (Landkreis Bad Dürkheim) sind passionierte Jäger und Hobby-Köche. In ihrem Blog „koch-passion.de“ gehen die Pfälzer ihrer Leidenschaft nach und zeigen eine moderne und leichte Wildküche. „Wildfleisch ist unglaublich vielseitig“, sagt die aus einer Jägerfamilie stammende 30-jährige Rhea Fell-Rathmacher. „Es ist sehr spannend auszuprobieren, was mit diesem wunderbaren Naturprodukt alles möglich ist.“ „Der Bezug zu einem Nahrungsmittel ist ein anderer, wenn man es nicht einfach aus einer Kühltheke nimmt“, erklärt Paul Steiner. Die Kochbegeisterung führte den 42-Jährigen an das Waidwerk.

Ein Anliegen der Food-Blogger ist es, Wildbret – wie Wildfleisch auch genannt wird – anderen ernährungsbewussten und experimentierfreudigen Hobby-Köchen näher zu bringen. „Im Herbst und Winter ist das Angebot an Wildbret mit Reh, Wildschwein und Hirsch aber auch Hase, Fasan und Ente sehr vielseitig“, so Steiner. „Die Zubereitung von Wildfleisch ist nicht schwerer als die von Rind-, Schweine- oder Hühnerfleisch“, ergänzt Jägerin Fell-Rathmacher. „Unser Tipp: Einfach mutig sein und Wildbret in der Küche ausprobieren.“ Ideen wie „Wilder Schweinerücken Gyros Art“, „Wild-Currywurst“ oder „Kaninchen im Bierteig mit Kartoffel-Gurkensalat“ finden Interessierte unter www.koch-passion.de.

Mehr „wilde“ Rezepte für die simple und schnelle Wildküche können Hobby-Köche auf www.wild-auf-wild.de entdecken. In kurzweiligen Videos ist die Zubereitung der Wildgerichte zu sehen. Neben Rezepten, Küchentipps und Warenkunde, finden Interessierte Bezugsquellen für Wildbret.

Wilder Schweinerücken Gyros ArtWildbret erfreut sich großer Beliebtheit. Im Jagdjahr 2015/2016 landeten nahezu 3.000 Tonnen Wildfleisch auf rheinland-pfälzischen Tellern. Allein etwa 1.732 Tonnen Wildfleisch lieferten die heimischen Wildschweine. Gefolgt werden die Schwarzkittel von Rehwild mit 850 Tonnen und Rotwild mit rund 331 Tonnen Wildfleisch. Doch nicht nur das Trio Wildschwein, Reh- und Rotwild liefert das hervorragende Naturprodukt Wildfleisch. Auch die sogenannten Nieder- und Federwildarten wie Hase und Kaninchen sowie Ente und Fasan eignen sich bestens für eine moderne und gesunde Küche. Vor allem in den klassischen Niederwild-Revieren der Vorderpfalz und Rheinhessens sind diese Arten heimisch und stellen eine Bereicherung des Menüs dar. In Rheinland-Pfalz lieferten Kaninchen, Fasan und Co. zusammen mehr als 52 Tonnen Wildfleisch.

 

Weitere Daten und Fakten zu Wildbret:

Wussten Sie schon, ...

... dass, besonders das Fleisch im Herbst und frühen Winter sehr zart ist, weil das Muskelfleisch der Tiere prozentual mehr „gute“ Fette enthält

... dass das Fleisch heimischer Wildtiere einen ähnlich hohen Anteil (14 – 21 Prozent) der gesunden Omega-3-Fettsäuren enthält wie der allzeit gepriesene Lachs (20 Prozent)?

... dass es einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen dem Anteil von Omega-6-Fettsäuren und der maximalen Laufgeschwindigkeit des Wildtieres gibt? Kurz: Je schneller das Wildtier, desto gesünder dessen Braten.

Wofür wir mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren brauchen:

Omega-3-Fettsäuren sind essenzielle Nahrungsbestandteile, da sie der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann. Sie verbessern das Augenlicht, senken das Risiko für Herz-/Kreislauferkrankungen oder Typ-2-Diabetes. Auch Omega-6-Fettsäuren benötigt der Körper für wichtige Funktionen. Sie helfen gegen Bluthochdruck, Allergien und Hautprobleme.


Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. November 2016

Wolf von Jäger dokumentiert

wolf1Ein Jäger konnte am 5. September einen Wolf bei Neustadt/Wied fotografieren.

Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) ruft zum besonnen Umgang mit dem Wolf auf. „Angesichts der Populationsentwicklung in Deutschland ist das vermehrte Auftreten von wandernden Wölfen in Rheinland-Pfalz wahrscheinlich“, sagt LJV-Vizepräsident Gundolf Bartmann. „Ob der nun von einem Jäger gesichtete Wolf in Rheinland-Pfalz langfristig bleiben oder weiterziehen wird, bleibt abzuwarten.“

Wandern die durch Naturschutzrecht streng geschützten Wölfe auf natürliche Weise ein, greift die Schutzvereinbarung, die von allen deutschen Jagdverbänden in einem Positionspapier festgeschrieben wurde und bundesweit gültig ist, betont Bartmann weiter. Mit dem Anfang 2015 gemeinsam mit Verbänden und Landesregierung erarbeiteten Wolfsmanagementplan sieht der LJV zudem Landnutzer, Behörden, Verbände und die Öffentlichkeit für den Umgang mit dem großen Beutegreifer gut gerüstet. „Langfristig sieht der LJV jedoch in Rheinland-Pfalz keine geeigneten Lebensräume für die Etablierung von Wolfsrudeln und Konflikte nicht nur mit den Nutztierhaltern und im Straßenverkehr kommen“, erklärt Bartmann.

„Die jüngste Sichtung durch einen Jäger zeigt, wie wichtig und wertvoll die Einbindungder Jägerschaft in das Wolfsmonitoring ist“, betont LJV-Vizepräsident Bartmann. Die Jägerschaft ist in der Fläche präsent und bereit, die weitere Entwicklung durch ihren Beitrag zum Wolfsmonitoring zu begleiten. Viele Jägerinnen und Jäger seien bereits als sogenannte Großkarnivorenbeauftragte für Luchs und Wolf geschult und aktiv. Dramatische negative Auswirkungen für die Wildtiere befürchtet der LJV durch die ersten einwandernden Wölfe nicht. Ökologischen Träumereien erteilt Bartmann aber ebenso eine Absage: „Der Wolf ist in einer von Menschenhand beeinflussten Kulturlandschaft gewiss kein Wildtierregulator, der den Jäger in dieser wichtigen Aufgabe ersetzen kann.


Die mythische Angst vorm bösen Wolf ist genauso unangebracht wie eine falsche Verharmlosung und ein damit verbundener fahrlässiger Umgang mit dem Großraubtier“, bemerkt Bartmann.

LJV-RLP Pressemeldung 06.09.2016

Jägerinnen und Jäger gedenken ihres Schutzheiligen

Am 3. November ist Hubertustag. Jägerinnen und Jäger in Deutschland und anderen europäischen Städten gedenken dem heiligen Hubertus. Er ist der Schutzpatron der Grünröcke.


domAuch die rheinland-pfälzischen Jägerinnen und Jäger pilgern zu den Hubertusmessen im Land, um Sankt Hubertus zu gedenken. Eine der größten Hubertusfeiern hierzulande ist am 5. November ab 18.00 Uhr im Dom zu Speyer. 13 Jagdhornbläsergruppen aus fünf Bundesländern eröffnen den Gottesdienst. Auch der Saulheimer Jägerchor nimmt an der Hubertusmesse teil. Zusammen mit dem Chor wirken somit rund 180 Bläserinnen und Bläser sowie Sängerinnen und Sänger bei der diesjährigen Hubertusmesse in Speyer mit. Domdekan Dr. Christoph Kohl übernimmt die Messfeier und Predigt. Rund 1.500 Besucher werden erwartet.


Auch im Mainzer Dom findet am 5. November ab 17.00 Uhr eine Hubertusmesse statt. Seit 1970 gestaltet das Jagdhornbläsercorps Kur-Mainz ohne Unterbrechung die Messe musikalisch. In diesem Jahr kommt die von den Corpsmitgliedern Adalbert Frey und Heinrich Hefner eigens komponierte „Kurmainzer Hubertusmesse“ zur Aufführung. Erwartet werden mehr als 1.000 Besucher. Prof. Dr. Friedhelm Jürgensmeier wird die Messe feiern und die Predigt halten.

Der Legende nach war Hubertus, Pfalzgraf von Burgund (655 – 727 n.Chr.), kein Vorbild für die Jägerschaft. Nach dem Tod seiner Frau ging er einem zügellosen Leben nach und übte die Jagd rücksichtslos aus. Als er an einem Karfreitag auf einen prächtigen Hirsch traf, glaubte er das edle Tier schon als sichere Beute. Kurz bevor er einen Pfeil auf den Hirsch schießen konnte, leuchtete zwischen seinem mächtigen Geweih plötzlich ein Kruzifix auf. Vor Ehrfurcht sank Hubertus auf die Knie und gelobte Besserung.


Nach dieser Begegnung widmete Hubertus sein Leben der Kirche. Er stieg zum Bischof von Lüttich auf und wurde nach seinem Tod heiliggesprochen. Sankt Hubertus kann auch als Begründer einer nachhaltigen und waidgerechten Jagd angesehen werden. Durch die Finanzierung von Arten- und Biotopschutzprojekten, die Hilfe bei der Seuchenbekämpfung sowie – darüber hinaus – durch weitere ehrenamtliche und soziale Dienstleistungen beweist die Jägerschaft ihr Engagement für den Naturschutz – ganz nach dem Vorbild von Sankt Hubertus.

Weitere Hubertusmessen in Rheinland-Pfalz:

Landkreis Altenkirchen: 13.11.16 um 10.00 Uhr in die St. Michael Kirche in Kirchen/Sieg.
Landkreis Alzey-Worms: 6. November, 18.00 Uhr, Heilig Kreuz Kirche, Worms-Horchheim.
Landkreis Birkenfeld: 5. November, 18.00 Uhr, St. Johannes Nepomukkirche, Kirchenbollenbach.
Landkreis Cochem-Zell: 6. November, 15.00 Uhr, Kloster Engelport.
13. November, 10.30 Uhr, St. Hubertus, Hilgerath.
20. November, 10.30 Uhr, St. Castor, Karden
Donnersbergkreis: 6. November, 18.00 Uhr, Herz Jesu-Kirche, Winnweiler.
Kreis Kaiserslautern: 12. November, 18.00 Uhr, Marienkirche, Kaiserslautern.
Landkreis Mainz-Bingen: 4. November, 19.00 Uhr, Rochuskapelle, Bingen.
5. November, 17.00 Uhr, Mainzer Dom, Mainz.
12. November, 18.30 Uhr, Pfarrkirche Nieder-Olm, Nieder-Olm/Zornheim.
5. November, 18.00 Uhr, Kath. Kirche St. Michael, Sprendlingen.
Landkreis Primasens: 5. November, 18.00 Uhr, St. Anton Kirche, Pirmasens.
Landkreis Rhein-Hunsrück: 6. November, 10.30 Uhr, kath. Pfarrkirche von Kastellaun.
Landkreis Rhein-Lahn: 6. November, 11.00 Uhr, Schloss Oranienstein, Diez.
Rhein-Pfalz-Kreis: 5. November, 18.00 Uhr, Kaiser- und Mariendom, Speyer.
Landkreis Trier-Saarburg: 5. November, 17.30 Uhr, Pfarrkirche St. Laurentius, Saarburg.
6. November, 11.00 Uhr, St. Paulin, Trier.
Landkreis Südliche Weinstraße: 6. November, 18.00 Uhr, ev. Marktkirche, Bad Bergzabern.
Landkreis Westerwaldkreis: 3. November, 18.00 Uhr, kath. Kirche Rennerod.
13. November, 18.30 Uhr, Dom zu Limburg.

Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. 31.10.16

Einsatz von Wildkameras erlaubt

Jäger bringt Wildkamera anFür die Jägerschaft besteht ab sofort Rechtssicherheit beim Einsatz von Wildkameras. Der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V. (LJV) und der Landesbeauftragte für Datenschutz
und Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz (LfDI) einigen sich auf Richtlinien für den Einsatz der Wildbeobachtungs-Technik.


„Nach sehr konstruktiven Gesprächen mit dem LfDI konnten wir eine Einigung bezüglich des Einsatzes von Wildkameras erzielen und somit Rechtssicherheit für die rheinlandpfälzischen
Jägerinnen und Jägern schaffen“, sagt LJV-Vizepräsident und Justitiar Dieter Mahr. „Mit den gemeinsam erarbeiteten Regeln zum Einsatz der Technik, enden die zum Teil sehr emotional geführten Diskussionen der Vergangenheit. Die Richtlinien, die ab sofort für Rheinland-Pfalz gelten, heben sich wohltuend von den teilweise sehr viel stringenteren Vorgaben in anderen Bundesländern ab.“


Waidmänner und -frauen dürfen Wildkameras nutzen, wenn sie diese auf Einzelbildmodus (nicht auf Videomodus) einstellen. Der Bildfrequenz-Zeitabstand ist so einzustellen, dass ein durchschnittlicher Waldbesucher das von der Kamera überwachte Gebiet durchqueren kann, ohne mehrfach fotografisch erfasst zu werden. Prinzipiell ist der Einsatz von Wildkameras auf jagdliche Einrichtungen sowie Wildwechsel – also in der Regel abseits von Wegen – beschränkt. Um die Wahrscheinlichkeit von Aufnahmen, auf denen Personen zu sehen sind, zu minimieren, sind die Wildkameras entweder in Kniehöhe oder mit steilem Aufnahmewinkel nach unten zu installieren. Sollten dennoch einmal Personen abgelichtet worden sein, sind diese Aufnahmen unverzüglich zu löschen. Ausnahmen sind von Wildkameras aufgenommene Straftaten. Diese Bilder dürfen zwecks Aufklärung an die Ermittler weitergegeben werden.


Die vollständigen gemeinsamen Richtlinien zum Einsatz von Wildkameras sind dieser Pressemeldung beigefügt und darüber hinaus auf der Homepage des LJV zu finden.


LJV-RLP Pressemeldung 02.09.2016 (www.ljv-rlp.de).

Richtlinie zum Einsatz von Wildkameras

Weitere Beiträge ...

  1. Proben von Wildschweinen im Rahmen des Zoonosen-Monitoring
  2. Jagdgenossenschaften können künftig der Umsatzsteuerpflicht unterliegen
  3. Landwirte und Jäger helfen gemeinsam den Rehkitzen
  4. Ehrenpreis 2016 für Natur- und Umweltschutz
  5. Rheinland-Pfalz hat eine neue Jagdkönigin
  6. Landesjägertag: Resolution zu Wildtierkorridoren und Fortschritte beim „Wildschutzprogramm Feld und Wiese“
  7. Empfehlungen zur Rotwildbewirtschaftung neu aufgelegt
  8. Gute Feldhasenbesätze in Rheinland-Pfalz
  9. Wildunfallzahlen gestiegen
  10. Schalldämpferregelung gelockert
  11. Hasenpest im Kreis Bad Kreuznach
  12. Umstellung auf Winterzeit erhöht Wildunfallgefahr
  13. Ort der Begegnung - AnJa - Pirmasens
  14. Jäger-Demo des LJV Hessen in Wiesbaden am 26.9.15
  15. Die Landesjagdverbände Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz machen mobil
  16. Liebestolle Rehe gefährden Straßenverkehr
  17. Claus Schäfer ist der beste Jagdschützen in Rheinland-Pfalz
  18. Deutschlands beste Parforcehornbläser kommen aus Rheinland-Pfalz
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  20. LJV stellt neue Luchs-Broschüre vor
  21. „Nur gucken, nicht anfassen"
  22. Wilde Sommer-Kochkurse
  23. Zeitumstellung erhöht Unfallgefahr
  24. upate Information zu den Demos
  25. aktuelle Pressemeldung des LJV NRW weitergereicht von LJV-RLP
  26. Jäger engagieren sich beim Wolfsschutz
  27. Protestkundgebung 4. März 2015-Stuttgart
  28. Demo am 18. März 2015 Düsseldorf
  29. Orange – Farbe des Protestes auf der Jagd & Hund 2015
  30. Engagement für den Luchs setzt sich fort
  31. Zeitumstellung erhöht Wildunfallgefahr
  32. AINC-Präsidium neu gewählt
  33. Der Luchs kehrt zurück
  34. Herbst ist Hauptjagdzeit
  35. Wildbret-Artikel in der Online-Ausgabe der Apothekenrundschau
  36. LJV-NRW lädt zu Regionalkonferenzen
  37. Tierischer Liebesrausch erhöht Unfallgefahr
  38. Beste Jagd-Schützen im Land ermittelt
  39. Nach der Ernte tritt der Schock ein
  40. Wir sind Europameisterin!
  41. Neues „Online-Gewand"
  42. SAT 1 Bericht über Wildwarnreflektoren
  43. Luchsprojekt vorgestellt
  44. Kinderstube Natur
  45. „Die Lage ist ernst – aber nicht hoffnungslos"
  46. Wildpflanzen zur Energiegewinnung – den Wildtieren zu liebe
  47. Neue Imagebroschüre zum 65. Jubiläum
  48. Wildunfälle in der dunklen Jahreszeit
  49. „Verbot von Wildkameras nicht zulässig"
  50. LJV-Präsident Michael spricht mit Ministerpräsidentin Dreyer
  51. Rheinland-pfälzische Jägerschaft solidarisch

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