Handlungsprogramm zur Reduzierung überhöhter Schwarzwildbestände

Was lange währt, wird endlich gut: das „Handlungsprogramm 2016/17 zur Reduzierung überhöhter Schwarzwildbestände und zur Absenkung des Risikos einer Ausbreitung von Tierseuchen“ ist veröffentlicht.

Beigefügt übersenden wir Ihnen das Handlungsprogramm – nebst diverser relevanter Schreiben – zur Kenntnis und mit der höflichen Bitte, möglichst alle betroffenen Jägerinnen und Jäger in geeigneter Weise zu informieren und zur Umsetzung/Mitwirkung anzuhalten.

Erhard Bäder
Geschäftsführer
Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e.V.

Anschreiben Verbände Handlungsprogramm

Handlungsprogramm 2016-17

Erster Fall von Chronic Wasting Disease

Erster Fall von Chronic Wasting Disease in Europa bestätigt!


Die Auszehrkrankheit, Chronic Wasting Disease (CWD) wurde erstmals bei einem weiblichen Rentier in Norwegen festgestellt. Bitte beachten Sie dazu das Schreiben der Oberen Jagdbehörde bzw. von Frau Dr. Julia Blicke vom Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten.

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Aviären Influenza - Intensivierung des aktiven Wildvolgelmonitoring

Sehr geehrte Damen und Herren,


bitte nehmen sie das Schreiben des BMEL zur Aviären Influenza im Anhang zur Kenntnis. Wie dem letzten Absatz auf Seite 1 zu entnehmen ist, werden für das Wildvogelmonitoring Untersuchungstiere – Enten und Gänse – benötigt. Vielleicht ist es trotz dem nahenden Ende der Jagdzeit noch möglich Exemplare den untersuchenden Institutionen zur Verfügung zu stellen.
Alois Trapp

Schreiben des BMEL

 

Schweinepest bei Wildschweinen - Mittteilung der Kreisverwaltung

Betreff: Schweinepest bei Wildschweinen

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Bekanntgabe der Allgemeinverfügung des Landesuntersuchungsamtes Koblenz

(LUA) am 28.03.2013, in den hiesigen Tageszeitungen, ist das "Intensivmonitoringgebiet" in ein "Monitoringgebiet" umgewandelt worden. Ab sofort sind nur noch Frischlinge bis 30 kg (aufgebrochen) und alle verendet aufgefundenen Wildschweine (auch nach Verkehrsunfall) in gewohnter Weise zu beproben.

Wir bitten um Kenntnisnahme des Anhangs, um weitere Info an die Pächter, Jäger und Förster, damit ein zuverlässiger Probenversand auch weiterhin aus dem Kreis Altenkirchen erfolgt. Ein besonderes Anschreiben an die Pächter ergeht nicht mehr. Die Neuregelung wird zusätzlich über das Fleischuntersuchungspersonal und ggf. durch tel. Info an Betroffene verbreitet.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

Rainer Zeuner
Kreisverwaltung 57610 Altenkirchen
Abt. 8 - Veterinärwesen, Landwirtschaft - Parkstr. 1 Tel. 02681/81-2834 FAX 81-2800

Afrikanische Schweinepest (ASP) - Handlungsprogramm

 Handlungsprogramm

zur Reduzierung überhöhter Schwarzwildbestände und zur Absenkung des Risikos einer Ausbreitung von Tierseuchen für das Jagdjahr 2014/2015

Gemeinsame Bejagungsempfehlungen und Maßnahmen des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten, des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz e.V., der Interessengemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer im Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau e.V., der Fachgruppe Jagdgenossenschaften im Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz-Süd e.V. und des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz e.V.
 
Die Schwarzwildbestände sind auf eine den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepasste Bestandsdichte zu bringen, um insbesondere
  • Schwarzwildschäden in der Landwirtschaft und im Weinbau zu verringern,
  • das Risiko einer möglichen Ausbreitung von infektiösen Tierseuchen abzusenken sowie
  • Gefahren durch Verkehrsunfälle mit Schwarzwildbeteiligung zu mindern.
 
Daher fordern die Unterzeichner alle Verantwortlichen vor Ort auf, die nachfolgenden, gemeinsam erarbeiteten Bejagungsempfehlungen und Maßnahmen umzusetzen:
  1. Der Schwarzwildbestand ist in allen Landesteilen von Rheinland-Pfalz deutlich zu verringern. Die zuständigen Behörden werden die jagd- sowie die tierseuchenrechtlichen Vorschriften konsequent anwenden und deren Einhaltung kontrollieren.
  2. Das Schwarzwild muss weiterhin ganzjährig intensiv bejagt werden. Hierzu sind die Jagdausübungsberechtigten, die Jagdrechtsinhaber und die zuständigen Jagdbehörden aufgefordert, alle jagdpraktischen und rechtlichen Möglichkeiten zur Optimierung der Schwarzwildbejagung auszuschöpfen. Die Jagdausübungsberechtigten in den staatlichen Regiejagden nehmen ihre Vorbildfunktion wahr.
  3. Neben eventuellen jagdbezirksspezifischen Vorgaben sollen die abzuschließenden Abschussvereinbarungen/Abschusszielsetzungen für Schwarzwild diese Bejagungsempfehlungen zum Inhalt haben.
  4. Frischlinge sind umfassend und unabhängig von ihrer Verwertbarkeit zu bejagen.
  5. Der Abschuss der Zuwachsträger (weibliche Stücke) ist deutlich zu steigern. Bachen, die noch erkennbar abhängige Frischlinge führen, sind zu schonen. Bei sich bietender Auswahlmöglichkeit gilt jedoch weiterhin die Regel „jung vor alt“.
  6. Jegliche Beschränkungen der Jagdausübung auf Schwarzwild durch Gewichts-oder Altersvorgaben erschweren den erforderlichen Reduktionsabschuss und sind zu unterlassen.
  7. Großräumige, revierübergreifende Bewegungsjagden gelten als besonders effektive Form der Schwarzwildbejagung und sind vermehrt durchzuführen.
  8. In den Mondphasen und bei Schneelage sollen Gemeinschaftsansitzjagden auf Schwarzwild durchgeführt werden, nach Möglichkeit revierübergreifend.
  9. Der künstliche Futtereintrag ist zu minimieren.Jäger, Grundeigentümer, Landnutzer und Jagdbehörden sollen Verstößen gegen die Fütterungs- und Kirrungsbestimmungen entschieden entgegen treten. Im Rahmen ihrer dienstlichen Verpflichtung sind Forstbeamte verpflichtet, ordnungswidrigesVerhalten anzuzeigen.
  10. Die Jagdausübungsberechtigten sollen revierlose Jäger und Jägerinnen am Abschuss von Schwarzwild beteiligen. Der Landesjagdverband fordert seine Mitglieder hierzu nochmals auf.
  11. Für die Erlegung von Schwarzwild werden in der staatlichen Regiejagd keine Jagdbetriebskostenbeiträge erhoben.
  12. Die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe unterstützen die Jagdausübungsberechtigten bei der Bejagung durch Verbesserung der jagdlichen Infrastruktur, insbesondere durch Anlegen von Schussschneisen -soweit hierdurch keine wirtschaftlichen Einbußen durch Wegfall von Fördermitteln zu besorgen sind. Sie fördern zudem die Bejagung durch sofortige Verständigung der Jagdausübungsberechtigten bei Einwechseln von Schwarzwild in gefährdete Kulturen. Die Bauern- und Winzerverbände fordern ihre Mitglieder auf, aktiv das Gespräch zur Verbesserung der jagdlichen Infrastruktur mit den Jagdausübungsberechtigten zu suchen.
  13. Die Unterzeichner appellieren an die Kreisverwaltungen und Verwaltungen kreisfreier Städte, ihre Möglichkeiten der Gebührenreduzierung für die Trichinenbeschau beim Schwarzwild, insbesondere bei Frischlingen, voll auszuschöpfen und die regionale Schwarzwildproblematik anlässlich der üblichen Jagdbeiratssitzungen mit allen Beteiligten zu diskutieren, um evtl. als untere Jagdbehörde in einzelnen Jagdbezirken steuernd eingreifen zu können.

Dr. Birgit Straubinger
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten
– Oberste Veterinärbehörde –

Kurt Alexander Michael
Präsident des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz e.V.

Uwe Bißbort
Vorsitzender der Fachgruppe Jagdgenossenschaften im Bauern- und Winzerverband
Rheinland-Pfalz-Süd e.V.

Dr. Jens Jacob
Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten
– Oberste Jagdbehörde –

Heribert Metternich
Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer im Bauern- und Winzerverband
Rheinland-Nassau e.V.

Winfried Manns
Verbandsdirektor und geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Gemeinde- und Städtebundes
Rheinland-Pfalz
 
 
Weitere Informationen unter:
 
 

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Dienstag, 25. September 2018 02:54