Die Kreisgruppe Altenkirchen stellt sich vor

Das Zuständigkeitsgebiet der Kreisgruppe Altenkirchen im Landesjagdverband Rheinland Pfalz e.V. entspricht dem des gleichnamigen Landkreises. Die Fläche des Landkreises beträgt 64200 ha, davon sind 32000 ha bewaldet. Die jagdlichen Möglichkeiten sind in diesem waldreichen Kreisgebiet vielfältig. Es gibt aktuell 167 Jagdbezirke im Kreis.

Schwarzwild und Rehwild kommen in allen Revieren vor. In einigen Bereichen ist auch Rotwild heimisch. (Bis vor ca. 15 Jahren gab es im Wildenburger Land gute Muffel- und Damwild Vorkommen, die jedoch heute nicht mehr existieren). Lesen Sie hier weiter!

Sinne schärfen für Wild und Wald - der Jagderlebnistag

Mit großem Elan starteten 1o Kindern mit ihrem Eltern am Samstagnachmittag, den 11. Mai 2013, in den ersten Jagderlebnistag der Kreisgruppe Altenkirchen, der durch die Rhein- Zeitung ausgeschrieben und begleitet wurde. Nach der Begrüßung durch den stellv. Leiter der Kreisgruppe Altenkirchen Frank Fischer, stellte Sabine Hochhäuser, Obfrau für Öffentlichkeitsarbeit, das Programm für den Jagderlebnistag vor.

Rund um die Grillhütte in Bruchertseifen (Kreis Altenkirchen) ging es für die jungen „Waldspürnasen" auf einen jagdlichen Parcours mit insgesamt drei Stationen unter dem Motto „Sinne schärfen für Wild und Wald". Dann am frühen Abend konnten die Kinder mit auf einen gemeinsamen Ansitz in den umliegenden Revieren gehen und das Wild in seiner natürlichen Umgebung beobachten. Im Anschluss gab es ein kleines Schlüsseltreiben bei Wildburger und Würstchen.

 

Am ersten Anlaufpunkt der Walderlebnisschule wurde erstmal der Umgang mit Bohrer und Holz geprobt, alle Kinder bastelten sich ihr Nameschildchen aus einer kleinen Baumscheibe. Aber der Wagen der Walderlebnisschule ist ja wie eine „große Wundertüte". So konnten die Kids mit Eltern an und in der Walderlebnisschule vielfältiges entdecken, ein echtes Geweih vom Hirsch, Präparate unser heimischen Wildtiere wurden erkannt, konnten angefasst werden und Ingolf Wagner stand mit seinem Kollegen Patrik Menzel Rede und Antwort.

Da wurden Fragen nach Gewohnheiten von Reh und Fuchs beantwortet und auch das Nachbarschaftsverhältnis von Fuchs, Dachs und Kaninchen in einem Bau beleuchtet. Auch Fragen zu Tollwut und Fuchsbandwurm wurden ausgiebig besprochen und das eine oder andere Unverständnis ausgeräumt.

 

Weiter ging aJet-Falkneruf dem jagdlichem Parcours zu den tierischen Helfern des Jägers, hier machten sich die Kinder bei dem Falknern über den Einsatz und die Aufgaben der Greifvögel schlau. So wurde Harry, der junge Wüstenbussard, von Mike Thieke genau in Augenschein genommen, mehr Respekt hingegen flößte der imposante Uhu von Bernhard Alsen ein.

Wie hoch fliegt der Harry oder was fressen die Greife, warum verlieren die Vögel Federn waren nur einige der Fragen, die die jungen Spürnasen wissen wollten. Der besondere Höhepunkt war jedoch, einmal selbst einen Greifvogel auf der Faust zu halten. Mit Respekt und Konzentration trauten sich alle Kinder und sogar einige der begleitenden Eltern an diese Aufgabe und da stand man plötzlich „Aug in Aug" mit einem Greifvogel! „Harry ist aber leicht, - der Uhu ist viel schwerer"- die Erkenntnis von Nina. Sabine Hochhäuser hielt dies mit einem Erinnerungsfoto fest, dass jeder Teilnehmer in den nächsten Tagen erhalten wird.

Nun ging es weiter zu den vierbeinigen Jagdhelfern, unseren Jagdhunden. Das eine oder andere Kind hat ja bereits einen Hund in der Familie und kannte sich ein bisschen aus, Martina Haas erklärte wie wichtig der Einsatz von Jagdhunden für den Jäger ist und wie besonders ihre Aufgaben im Gegensatz zu „einfachen Familienhunden" sind. Das zum Beispiel Hunde der Rassen „Teckel und Terrier" ganz andere Einsatzbereiche haben, als zum Beispiel „Deutsch Drahthaar und Retriever". Dass die Auswahl der Rasse mit dem in einem Revier vorkommenden Wildarten zu tun hat und das die Jagdhunde ganz spezielle Prüfungen ablegen müssen um überhaupt eingesetzt werden dürfen.

 

Dann zeigte die Retriever Hündin Cuba vorbildlich den Apport einer Ente, die zuvor an einem Band durch die Wiese gezogen und versteckt wurde. Auch der Deutsch Drahthaar Rüde durfte sein Können zeigen und fand die zuvor versteckte Ente im Fichtenbestand. Die Federwildschleppe und die frei Verlorensuche, - nur zwei kleine Übungen zur Ausbildung von Jagdhunden.

Auf der Pirsch rund um die Grillhütte in Bruchertseifen, der dritten Station an diesem Nachmittag, entdeckte die Corona Wild in seinen natürlichen Lebensräumen. Die Präparate waren zuvor von den Betreuern, Gundula Engelhard-Mix und Florian Oppermann entsprechend positioniert worden. 

 Von der hohen Kanzel wurde der Umgang mit Fernglas geübt und so Fuchs und Dachs im angrenzenden Fichtenbestand entdeckt. Eine gute Vorbereitung auf den geplanten gemeinsamen abendlichen Ansitz auf den Rehbock. Mit besonderer Freude und Anspannung wurde ein Hase erspäht, der an dem angrenzenden Rapsfeld ohne Scheu während der ganzen Zeit äste und sich nicht durch das Getümmel an der Kanzel stören ließ.

Nach kurzer Stärkung ging es für die jungen Spürnasen zum abendlichen Ansitz auf den Rehbock! Bereits bei der Auslosung „ihres Jägers" war die Anspannung bemerkbar und voller Erwartung zog es dann die „Jungjäger" mit Ihren Mentoren und ihren Eltern zum Abendansitz in die jeweiligen Reviere auf die Ansitzkanzeln. Die große Frage wird man Anblick haben, also Wild im Wald beobachten können, - werden wir einen Rehbock entdecken?

"Es war ganz schön schwer, so lange still zu sitzen und nicht laut zu reden", sagten einige der Kinder beim „Schüsseltreiben" an der Grillhütte. Beim anschließenden Imbiss bei Wildburger und Würstchen berichteten jungen Waldspürnasen über ihren Ansitz und das Erlebte. So hatten einige „nur" einen Hasen erblickt andere wiederum mehrere Rehe und sogar den Rehbock, aber alle Teilnehmer hat Anblick! Als besonders „Lecker" befanden die Teilnehmer den eigens für den Jagderlebnistag von Hans-Jörg Wirths hergestellten Wildburger, aus Wildfleisch und auch die Wildwürstchen fanden einen guten Absatz.

Mit Überreichung einer Urkunde zur „offiziellen Waldspürnase" und eines umfangreichem Informationspaketes rund um das Thema Jagd durch Sabine Hochhäuser ging für alle Beteiligten ein erlebnisreicher „Jagdtag" für zu Ende. Leider spielte das Wetter nicht mit, denn pünktlich zur Begrüßung am Nachmittag setzten dicke Schauer ein, dennoch ließen sich die Teilnehmer den Jagderlebnistag nicht vermiesen und trotzen dem nasskalten Wetter.

„Wann wird der nächste Jagderlebnistag stattfinden und wo können wir uns anmelden" das waren die Fragen bei der Verabschiedung der Teilnehmer. Die Resonanz aller Teilnehmer war überaus positiv und man befand den Tag als sehr informativ und interessant und das nicht nur für Kinder!

 

„Ein besonderer Dank gilt den Revierinhabern, die diese Aktion unterstützen. Ohne ihre Bereitschaft ihr Revier zur Verfügung zu stellen, wäre diese Veranstaltung nicht möglich gewesen. Weiterhin ein herzliches Dankeschön an alle engagierten Beteiligten die den Jagderlebnistag mit Rat und Tat unterstützt haben und zu dieser gelungenen Veranstaltung beigetragen haben.

Sabine Hochhäuser13

 

Hier geht es zum Artikel der Rhein Zeitung Wild und Wald mit allen Sinnen erleben

 

Impressionen vom Jagderlebnistag

 

 

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Donnerstag, 14. November 2019 06:19