Die Kreisgruppe Altenkirchen stellt sich vor

Das Zuständigkeitsgebiet der Kreisgruppe Altenkirchen im Landesjagdverband Rheinland Pfalz e.V. entspricht dem des gleichnamigen Landkreises. Die Fläche des Landkreises beträgt 64200 ha, davon sind 32000 ha bewaldet. Die jagdlichen Möglichkeiten sind in diesem waldreichen Kreisgebiet vielfältig. Es gibt aktuell 167 Jagdbezirke im Kreis.

Schwarzwild und Rehwild kommen in allen Revieren vor. In einigen Bereichen ist auch Rotwild heimisch. (Bis vor ca. 15 Jahren gab es im Wildenburger Land gute Muffel- und Damwild Vorkommen, die jedoch heute nicht mehr existieren). Lesen Sie hier weiter!

Kreisgruppe der Jäger wählte in Harmonie 2009/2010

Vorschläge einmütig gebilligt – Verdiente Mitglieder geehrt – Jagdsteuer und neues Jagdrecht waren Themen

Etzbach. Klangvoll begleitet von der Bläsergruppe des Hegerings Hamm unter der Leitung von Peter Krämer eröffnete Vorsitzender Alois Trapp die im Bürgerhaus Etzbach tagende Jahresversammlung der Kreisgruppe Altenkirchen im Landesjagdverband. Man zog die Bilanz des Jagdjahres 2009/10, wählte den Vorstand und ehrte verdiente Mitglieder.

In Vertretung des Landrats freute sich die Kreisbeigeordnete Erika Hüsch, etwas gegen die jagdliche Männerdominanz tun zu können. Sie dankte den Jägern im Kreis für Passion und Tatkraft bei ihrem Einsatz für Landschaft, Natur und Ökosysteme. Es gehe auch um die Regulierung der Wildbestände, wobei das Schwarzwild derzeit Sorgen bereite.

Friedrich Freiherr von Hövel bezeichnete aus Sicht des Waldbesitzerverbandes örtlich zu hohe Wildbestände als bedeutendes Produktionsrisiko. Vertrauensvollere Zusammenarbeit könne jedoch zu guten ökologischen und ökonomischen Ergebnissen führen. Mit Blick auf Diskussionen um ein neues Jagdrecht unterstrich Georg Groß, der Kreisbauernverband schlage sich nicht auf die Seite der Naturschützer, die den Bauern oft genug das Leben schwer machten, sondern habe eigene Positionen. Beim Landesjagdverband (LJV) befänden sich die jagdlichen Interessen in guten Händen und man sei gut beraten, trotz einiger Kontroversen Schulter an Schulter aufzutreten. Vom Ausgleich für Wildschäden wird Groß indes nicht abrücken.

Wie Kreisgruppen-Vorsitzender Alois Trapp berichtete, stieg die Zahl der Mitglieder im Kreis um zwei auf 713. 14 Anwärter(innen) bestanden die Jägerprüfung. Sturmschäden am Schießstand Johannistal wurden per Arbeitseinsatz beseitigt, doch stellen einige Defizite noch umfangreiche und kostenträchtige Aufgaben.

Ein großes Dankeschön richtete Trapp an Helmut Hilpisch und Michael Heinemann für ihren Einsatz an den Wildsammelstellen Junkernthal und Altenkirchen. Seit Juni vorigen Jahres ist die Zahl der Schweinepest-Fälle in der Region Westerwald unverändert, was bei Trapp die Hoffnung nährt, dass die Seuche „in einem Jahr Geschichte" ist. Ein Spitzengespräch mit Ministerpräsident Kurt Beck und Ministerin Margit Conrad zum neuen Jagdrecht habe zu einem Ergebnis geführt, mit dem man einigermaßen leben könne. Die politische Entscheidung bleibe abzuwarten. Nachdem Innenminister Karl Peter Bruch die Erhebung der Jagdsteuer ins Ermessen der Kreise gestellt und damit einen Impuls gegeben habe, sieht Trapp Aussicht, dass die Steuer zum 1. April 2011 zumindest reduziert und mittelfristig ganz erlassen werden könnte. „Der richtige Weg", findet er.

Von 21 „Gespannen", die im September nach 19 Ausbildungstagen in zwei Gruppen die Brauchbarkeitsprüfung für Jagdhunde ablegten, berichtete Manfred Freitag. Sein Dank galt verständnisvollen Revier-Inhabern, die zwangsläufige Unruhe über sich ergehen ließen. Bianca Fries organisierte in Betzdorf einen sehr erfolgreichen Erste-Hilfe-Kurs für Hunde.

Stephan Schnura rief die Aktivitäten im Schießstand Johannistal in Erinnerung und Rainer Zeuner bezeichnete die Bläsergruppen der Hegeringe als Dreh- und Angelpunkte jagdlichen Brauchtums. Den Hammer Bläsern bescheinigte er eine Beispiel gebende reife Vorstellung. Im neuen Jagdgesetz, so Zeuner, müssten sich Jägerschaft und Grundbesitzer wiederfinden. Wildschäden seien ernst zu nehmen, ein vernünftiger Schadensausgleich anzustreben.

Naturschutz-Obmann Wolfgang Stock nannte die Umgehung B 256 bei Schürdt, Rodungen auf dem Betzdorfer Molzberg und den geplanten Basalt-Abbau „Welsche Hütte" im Nauberg bei Nauroth als einige Ansatzpunkte für Initiativen.

In großer Einmütigkeit folgte die Versammlung den Vorschlägen zur Wahl des Vorstands. Vorsitzender bleibt Alois Trapp; seine Stellvertreter sind Frank Fischer und Helmut Hilpisch. Schatzmeister bleibt Manfred Freitag noch ein Jahr, bis sein Stellvertreter Dietmar Haberkamp eingearbeitet ist und seine Nachfolge antreten kann. Schriftführer wurde Günther Lehr. Zum erweiterten Vorstand gehören acht Obleute, in Klammern die Vertreter. Jagdhundewesen Achim Schneider (Bianca Fries), Jagdliches Brauchtum Hans-Peter Halbe (Klaus Lindenpütz), Natur-/Umweltschutz Wolfgang Stock (Jürgen Rübesam), Wildbretmarketing Helmut Hilpisch (Jörg Wirtz), Schießwesen Stephan Schnura, Harald Gollek und Manfred Fischer. Junge Jäger Jan Lock (Daniel Seibert), Öffentlichkeitsarbeit Sabine Hochhäuser (Klaus Holl), Pressewesen Klaus Holl (Sabine Hochhäuser).

Der Vorsitzende dankte den scheidenden und den erneut gewählten Vorstandsmitgliedern für ihren engagierten und kooperativen Einsatz in den vergangenen vier Jahren und darüber hinaus. Sein Dank galt zumal verdienten Waidmännern für Jahrzehnte der Treue zum Verband. 40 Jahre dabei sind Friedhelm Asbach, Siegfried Engel, Alfred Nauroth, Rolf Rettmann und Wilfried van der Zwaag. Auf ein halbes Jahrhundert bringen es Helmut Alhäuser, Manfred Rödder, Erich Weigel und Oswald Follmann. Sagenhafte 70 Jahre gehört Josef Sauer aus Selbach zur jagdlichen Organisation.

Verdienstnadeln in Bronze überreichte Trapp den aus dem Vorstand scheidenden Manfred Freitag für seine Arbeit als Obmann für Jagdhunde und Rainer Zeuner, dem bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden und Obmann für Brauchtum. Die Verdienstnadel in Silber für langjährige Hegering-Arbeit in Weyerbusch erhält Dietmar Winhold nach seiner Rückkehr aus Afrika.

Verdiente Waidmänner wurden vom Kreisgruppen-Vorsitzenden Alois Trapp im Etzbacher Bürgerhaus für ihre Treue zum Jagdverband geehrt.

Von links: Alois Trapp, Helmut Alhäuser (50 Jahre), Manfred Rödder (50), Rolf Rettmann (40) und Alfred Nauroth (40).

Holl 2010

Impressionen von der Hauptversammlung Sabine Hochhäuser

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Sonntag, 17. November 2019 15:07