Hegering Altenkirchen

Rund um die Kreisstadt Altenkirchen sind die 26 Reviere des gleichnamigen Hegerings Altenkirchen verteilt. Die Reviere umfassen eine Fläche von ca. 8.200 ha. Mischwälder eine ausgedehnte Feld und Wiesenflur prägen das Bild der Reviere des Hegerings. Der Hegering Altenkirchen hat aktuell 133 Mitglieder. Organisiert werden diverse Aktivitäten, wie zum Beispiel die traditionelle Hubertusjagd, Hegeringschießen insbesondere das Seniorenschießen, Fuchsjagdwoche etc..
Die Jagdhornbläsergruppe des Hegerings Altenkirchen hat zurzeit 10 Mitglieder und spielen bei div. jagdlichen Veranstaltungen.

Kontakt

kick-neu

Hegeringleiter
Franz Kick
Siegener Str. 20
57610 Altenkirchen
Tel: 02681/878930
email an Franz

Hegering Altenkirchen - Bericht der Hegeringversammlung 2018


Vorstandswahl
Der Hegering Altenkirchen hat sich, was seinen Vorstand betrifft, bedeutend verjüngt und zudem vergrößert. Neuer Hegeringleiter ist der bisherige Kassierer Benedikt Börgerding, wobei die Jahresversammlung dem einzigen Wahlvorschlag einstimmig folgte. Der bisherige Vorsitzende, Kreisjagdmeister Franz Kick, kandidierte nach 24 Jahren nicht mehr.
Die im Landgasthof Koch in Fluterschen versammelten Jäger billigten Börgerdings personelle Vorstellungen und wählten den restlichen Vorstand ohne Gegenstimmen in einem Wahlgang. Stellvertretender Hegeringleiter ist Stefan Hering, Kassiererin Beate Oster, Schriftführer Karl-Heinz Pree, Obmann für Brauchtum wie bisher Rainer Zeuner und Schießwart Jens Bitzer. Der bisherige Schriftführer Klaus Holl kandidierte nicht mehr. Kick dankte ihm für seine zwölfjährige Tätigkeit und überreichte ein Buchgeschenk.
Zuvor hatte Kassenprüfer Dietmar Winhold eine „bis auf den Pfennig“ nachgewiesene Kassenführung bescheinigt, worauf die Versammlung dem alten Vorstand einstimmig Entlastung erteilte. Turnusgemäß wählte die Versammlung Otto Steil als Nachfolger für Beate Oster als Kassenprüfer.
Otto Steil bezeichnete Einsatz und Verdienste von Franz  Kick für Jagd und Jäger im Hegering Altenkirchen als herausragend und beispielhaft. Benedikt Börgerding überreichte dem scheidenden Vorsitzenden die Ernennungsurkunde zum Ehren-Hegeringleiter. Kick dankte herzlich für die gute Zusammenarbeit in einem Rückblick, der auch mahnende Worte enthielt. Da die drohende afrikanische Schweinepest nicht zum Einbruch der Wildschweinbestände führen werde, müsse man noch viele Jahre mit der Krankheit und entsprechenden Restriktionen leben, die jagdlich bei führenden Bachen an ihre Grenzen stießen.
Bei den an sich gut laufenden Jagden über Reviergrenzen hinweg könnte es noch mehr Informationen unter Nachbarn geben und es müsse selbstverständlich sein, überjagende Hunde zu dulden. Die Frage, ob Kirrung oder Fütterung, lasse sich durch jagdliche Aktivitäten beantworten. Kick mahnte zudem, die waidmännischen Traditionen und Bräuche zu wahren. Er nannte Beispiele von der Abwesenheit beim Streckelegen bis zur korrekten Jägersprache.
Kicks Blick zurück galt auch dem Wild und den teils dramatischen Bestands-Veränderungen. Im abgelaufenen Jagdjahr wurden im Hegering vier Feldhasen und kein Kaninchen erlegt. Im Jagdjahr 1975/76 waren es 249 Hasen und 377 Kaninchen. Die umgekehrte Entwicklung zeigte sich beim Schwarzwild. Wurden im Jagdjahr 1959/60 im gesamten Kreis 57 Sauen erlegt, so waren es aktuell 2510, davon im Hegering 263. Damals wurden im Kreis noch 1000 Rebhühner erlegt – heute sieht man sie nicht mehr.


BU: Der verjüngte HR-Vorstand. Von links: Franz Kick, der bisherige Hegeringleiter; Rainer Zeuner, Obmann für Brauchtum; Beate Oster, Kassiererin; Karl-Heinz Pree, Schriftführer; Benedikt Börgerding, Hegeringleiter; Stefan Hering, stellvertretender Hegeringleiter; Jens Bitzer, Schießwart.

Ehrungen
Die afrikanische Schweinepest war Thema in der Jahres-Versammlung des HR Altenkirchen in Fluterschen. Die Schwarzwild-Bestände seien nicht in Gefahr erklärte Rainer Zeuner aus veterinäramtlicher Sicht. Als Grund nannte er die geringe Ansteckungsgefahr unter lebenden Tieren.
Die Sauen infizierten sich meist an Kadavern oder durch schwer erkrankte Tiere, wobei nur zehn von hundert Tieren nach dem Kontakt selbst erkrankten. Es komme also darauf an, echtes Fallwild früh zu finden und zu beproben. Augen offen halten sei die Devise.

Im vergangenen Jahr wurden bei einer Strecke von rund 2500 Sauen im Kreis 630 Proben abgeliefert. Handelt es sich um echtes Fallwild, gibt es pro Probe vom LJV 50 Euro. Die Gefahr, dass die Seuche vom Menschen über weite Entfernungen mit kontaminierten Lebensmitteln übertragen wird, ist sehr hoch und es dürfen keine Lebensmittel oder Küchenabfälle in der Natur entsorgt werden. Zeuner informierte über Einzelheiten und beantwortete auch Fragen zur Trichinenschau mit Schwerpunkt Beleihung mit hoheitlichen Aufgaben.
Urkunden und Nadeln für 25-jährige Mitgliedschaft im LJV erhielten Friedhelm Thiel  und Harald Wassermann. 40 Jahre dabei ist Helmut Asbach und Otto Heinemann ist seit 50 Jahren Mitglied. Sie werden von der Kreisgruppe geehrt. Eine besondere Ehrung wurde Hans Drumm zuteil. Er ist seit mehr als 50 Jahren in der Bläsergruppe aktiv. Wie Hornmeister Rainer Zeuner informierte, verzeichnet die Bläsergruppe des Hegerings stetigen und zunehmend auch weiblichen Zuwachs. Die starke Gruppe umrahmte die Versammlung natürlich mit jagdlichen Klängen.  
Den Gold-Bock des Jagdjahres (356 Gramm, 97,88 Punkte) erlegte Jens Bitzer im Revier Michelbach. Silber bekam ein Gehörn aus dem Revier Altenkirchen 2, das Raimund Wagner zur Trophäenwand brachte. Rainer Zeuner bekam Bronze für einen Bock aus dem Revier Altenkirchen 1. Den stärksten Keiler (101 Kilo) erlegte Jörg Hasselbach im Revier Oberwambach.